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Wie muss ein fruchtbarer Boden für Gründungen beschaffen sein?
ALEXANDER ROSENKRANZ: Der Nährboden beginnt mit einer Kultur, die unternehmerisches Denken aktiv fördert. Innovation entsteht oft dann, wenn Menschen aktiv dazu ermutigt werden, über die klassischen akademischen Disziplinen hinauszudenken. Eine zentrale Rolle spielen auch Inkubatoren und Gründerzentren. Und Technologietransferstellen helfen Forschenden, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in konkrete Produkte oder Dienstleistungen zu überführen.
LARS-PETER KAMOLZ: Eine der größten Herausforderungen für junge Unternehmen ist die Sicherstellung ausreichender finanzieller Mittel. Ein einfacher Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten ist entscheidend – zu staatlichen Förderprogrammen wie zu privaten Investor*innen und Risikokapitalgeber*innen. Ebenso wichtig sind starke Netzwerke. Und es braucht eine offene und kollaborative Atmosphäre zwischen den Disziplinen sowie mit externen Partner*innen.
Welche Wege gibt es für Gründungswillige an der Medizinischen Universität Graz?
ROSENKRANZ: Wir begrüßen und fördern Gründungen ausdrücklich! Dies zeigt sich in unseren Investitionen, wie etwa dem ZWT Accelerator, der neuen Unternehmen am Campus der Medical Science City Graz Raum bietet. Die Med Uni ist auch seit Jahren Teil des AplusB-Zentrums Science Park Graz und Partnerin der Gründungsgarage. Besonders erfolgreich wird das Spin-off Fellowship der FFG genutzt.
Worin liegen die größten Herausforderungen, Ideen erfolgreich in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu überführen?
KAMOLZ: Oft fehlt es an fundierten Marktforschungsergebnissen. An einer Universität befinden wir uns in einem Spannungsfeld: Der Fokus liegt stark auf wissenschaftlichem Output und nicht ausschließlich auf der Produktentwicklung. Es braucht Prototypen oder die klinische Testung, die nur in Kooperation mit externen Partner*innen möglich ist. Denn es sind erhebliche finanzielle Mittel notwendig, um die wachsenden regulatorischen Anforderungen im medizinischen Bereich zu erfüllen.
Welche Hindernisse sehen Sie bei der Förderung von Spin-offs?
ROSENKRANZ: Es braucht eine Kombination aus besserer Ausbildung und Beratung für Gründer*innen, vereinfachten bürokratischen Prozessen, mehr Finanzierungsmöglichkeiten und einer Gründungskultur, die unternehmerische Tätigkeiten fördert und belohnt, um den Spin-off-Prozess zu optimieren.
KAMOLZ: Der Zugang zu den richtigen Netzwerken und Märkten ist für Spin-offs oft schwierig, insbesondere, wenn ihnen die notwendigen Kontakte fehlen, um potenzielle Partner*innen oder Kund*innen zu erreichen.
Inwiefern arbeiten Sie mit Industriepartnern, Investoren und öffentlichen Institutionen zusammen, um den Transfer in die Wirtschaft zu fördern?
KAMOLZ: Kooperationen ermöglichen den Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten für Forschung und Entwicklung, den Austausch von Best Practices und die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und Ressourcen.
ROSENKRANZ: Die Bedeutung der Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen kann nicht oft genug betont werden. Genau hier setzen die Aktivitäten der Medizinischen Universität Graz an.
Welche Spin-offs sind den Weg bereits erfolgreich gegangen?
ROSENKRANZ: Decide Clinical Software wurde 2016 in einer Kooperation zwischen Med Uni Graz und Joanneum Research gegründet und hat sich dem Blutzuckermanagement von Patienten mit Diabetes im Krankenhaus verschrieben. Mit dem GlukoTab System werden Pflegepersonen und Ärzt*innen dabei unterstützt, Patient*innen mit den richtigen Insulindosen zu versorgen. Von besonderer Bedeutung war die direkte Beteiligung der Med Uni Graz am Unternehmen, da der Markteintritt durch dieses Commitment wesentlich erleichtert wurde.
KAMOLZ: Brave Analytics ist aus einer Erfindung an der Med Uni Graz im Bereich der optofluidischen Analyse und Messung von Partikeln entstanden. Nach der Patentierung der Technologie wurde erfolgreich ein Spin-off Fellowship eingeworben und 2020 der Best of Biotech Businessplan Wettbewerb gewonnen. Darüber hinaus waren die Gründer*innen im Programm der Gründungsgarage und danach im Science Park Graz beheimatet. Die Gründung erfolgte 2020. Mittlerweile ist man erfolgreich am Markt vertreten.
Welches Stimmungsbild für die Zukunft lässt sich zeichnen?
ROSENKRANZ: Ein wichtiger Schritt war der Ausbau des Campus der Medizinischen Universität Graz und die Bildung der Medical Science City Graz. Damit bietet dieser Standort nicht nur Zugang zu erstklassiger Forschung und zu erstklassiger Infrastruktur, sondern auch zu einem breiten Netzwerk von Branchenakteuren, die Zusammenarbeit und Partnerschaften erleichtern und Innovationen fördern.
Welche nächsten Schritte sind konkret noch in Zukunft geplant?
KAMOLZ: Der Ausbau des „Innovationsspirits“ für Mitarbeitende und Studierende, die Einbindung des Themas „Innovation“ in die Forschung, die Stärkung und der Ausbau des Netzwerkes der Medical Science City Graz, eine verstärkte Kooperation mit anderen Unis in der Steiermark unter Einbeziehung der Industrie und eine Erweiterung der Netzwerkaktivitäten auf EU-Ebene – vor allem in Hinblick auf Förderprogramme.
Textnachweis: Spirit of Styria vom 26.November 2024
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Als \"Highly Cited Researcher\" gelten jene Forscher*innen, die in ihrem wissenschaftlichen Gebiet im Erhebungsjahr im obersten Prozent rangieren und damit einen bedeutenden Einfluss auf ihr Fachgebiet ausgeübt haben. Darüber hinaus gibt es eine Kategorie für Wissenschafter*innen, die in mehreren Wissenschaftsfeldern hohe Werte erzielen (\"Cross-Field\").
Die USA bleiben mit 2.507 \"Highly Cited Researchers\" bzw. einem Anteil von 36,4 Prozent weltweit führend. Das Land verliert allerdings seit 2018 (43,3 Prozent) laufend an Boden. Dagegen hat China heuer 1.405 Forscher*innen auf der Liste und mit 20,4 Prozent seinen Anteil gegenüber 2018 mehr als verdoppelt. Auf den Plätzen folgen Großbritannien (563 \"Highly Cited Researchers\"), Deutschland (332), Australien (313), Kanada (206), Niederlande (185), das nicht zum Festland-China gezählte Hongkong (134), Frankreich (126) und Singapur (108).
„Diese „Auszeichnung“ illustriert die international hohe Sichtbarkeit unserer Forscher, unterstreicht den Stellenwert der klinischen Forschung und wirft ein Licht auf entsprechende Stärkefelder der Med Uni Graz – und stellt einen Ansporn für alle Forscher*innen der Med Uni Graz dar“, erklärt Christian Enzinger, Vizerektor für Forschung und Internationales
In Österreich konnten 45 Forscher*innen als „Highly Cited Researcher“ ausgezeichnet werden, die Med Uni Graz ist mit vier Forschern auf der Liste vertreten. Einmal im Fach Neuro- und Verhaltenswissenschaften, dreimal in der Kategorie Cross-Field.
Die vier Forscher sind:
- https://ris.medunigraz.at/de/persons/afb0520b-a734-4181-b28e-37e6c7681959\" title=\"Franz Fazekas\">Franz Fazekas (Neuro- und Verhaltenswissenschaften)
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- https://ris.medunigraz.at/de/persons/79feaa82-9abb-4388-8958-d14e1e984373\" title=\"Robert Krause\">Robert Krause (Cross-Field)
Gerne möchten wir auch Subhra Biswas herzlich gratulieren: Er ist seit September 2024 im Rahmen einer Professur des Ignaz-Semmelweis Instituts (ISI) an der Med Uni Graz beschäftigt und mit der Affiliation der Agency for Science Technology & Research in Singapur ebenfalls als „Highly Cited Researcher“ in der Kategorie Immunologie gelistet.
Die Med Uni Graz gratuliert den ausgezeichneten Forschern herzlich zu ihrem Erfolg!
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Ein Alptraum vor Weihnachten
Halloween, Perchten und Krampus: Bevor sich der Winter endgültig zur Zeit der Familie und der Besinnlichkeit wandelt, wird es noch einmal gruselig. Die Übergangszeit vom Herbst in die kalten Wintermonate ist in unseren Breiten von vielen unheimlichen Bräuchen geprägt. Krampus und Nikolaus ziehen meist gemeinsam durch Häuser, Kindergärten und Schulen, um die Kinder zu belohnen und ihnen auch Schrecken einzujagen. Der Nikolaus mit rotem Mantel, weißem, langen Bart, goldenem Stab und liebem Gemüt wird von dem monströsen Krampus begleitet. Der eine belohnt die braven Kinder mit Schokolade, Mandarinen, Nüssen und anderen Geschenken, der andere kündigt sich mit drohendem Kettenrasseln an und wird von den Kleinsten gefürchtet. Immerhin soll der Krampus böse Kinder bestrafen, sie mit seiner Rute schlagen oder sogar entführen.
Krampus in der Kritik
In den letzten Jahren standen der Krampus und das Brauchtum rund um ihn kurz vor seinem „Ehrentag“ immer im Fokus. Ist der „böse“ Gehilfe des heiligen Nikolaus noch zeitgemäß? Hat der Krampus noch einen Platz in der modernen Erziehung?
Fragwürdig ist, wie sinnvoll eine Liste an gutem und schlechtem Verhalten ist, für das das Kind dann belohnt bzw. bestraft wird. Gerade für ein Kind ist ein Jahr eine sehr lange Zeit und eventuell kann sich das Kind gar nicht mehr wirklich daran erinnern, wofür es gerade bestraft wird. Ein weiterer Aspekt ist, dass sich Kinder von den Eltern betrogen fühlen können, immerhin haben sie dem Krampus von ihrem Fehlverhalten erzählt und liefern die Kleinen dem Monster aus. Das Selbstbewusstsein und das Verhältnis zu den Eltern können beschädigt und Ängste massiv aktiviert werden.
Zusätzlich steht die immer weiter zunehmende Gewalt im Rahmen von Krampus- und Perchtenläufen im Fokus: Berichte von exzessiver Gewalt und Körperverletzungen bei diesen Veranstaltungen finden mittlerweile fast jährlich Platz in den Medien.
Ohne Zweifel ist die Wichtigkeit der Tradition hervorzustreichen. Sie gibt ein „Wir-Gefühl“ und hilft, Familie und sowohl das engere als auch das weitere Umfeld (Gemeinde, Stadt, Land, Kulturkreis) zu verbinden und zusammenzuschweißen.
Der Wert des Brauchtums
„Im Zusammenleben und insbesondere im gemeinsamen Feiern werden Tugenden wie Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft und Tapferkeit ausgebildet. Auch Fragen der Selbstfürsorge, Selbstachtsamkeit und spiritueller Dimensionen können darin habitualisiert werden, indem wir uns individuell im Kreis unserer Freunde und Familie verhalten. Wir lernen voneinander und miteinander“, erklärt Jolana Wagner-Skacel den Wert des Brauchtums.
„In Bad Aussee feierten wir jährlich das Nikolausfest gemeinsam mit befreundeten Familien und Kindern. Im Mittelpunkt lag die Vorfreude auf das jährliche gemeinsame Fest, aber natürlich auch die Aufregung vor den wilden Krampussen, dem Grasteufel und dem Gankerl. Diese wurden aber immer wieder aufs Neue vom Nikolaus beherrscht und zu Gehorsam gebracht. Der Schutz vom Nikolaus überwog und gleichzeitig fand eine Auseinandersetzung mit Angst und Aggression statt. Wie reagieren die anderen Kinder? Wie reagieren die Eltern?“, fasst Jolana Wagner-Skacel ihre eigenen Erfahrungen rund um das Krampusfest zusammen.
So wichtig das Brauchtum auch ist, so gibt es dabei auch zu beachten, dass es sich verändert. Früher war der Krampus stets ein Begleiter vom Nikolaus. Symbolisch wurde so signalisiert, dass das Gute immer über das Böse gewinnt, da der Krampus letzten Endes dem Nikolaus immer zu gehorchen hat. Zunehmend hat sich der böse Geselle aber immer weiter davon entfernt und ist mittlerweile oft auch solo, ohne seinen „heiligen Aufpasser“, unterwegs. Perchten- und Krampusläufe nehmen überhand und verbreiten schon Wochen vor dem Nikolaustag Angst und Schrecken.
Steckbrief Jolana Wagner-Skacel
Jolana Wagner-Skacel studierte und promovierte Medizin in Graz und hat sich im Fach Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie habilitiert. An der Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Med Uni Graz leitet Jolana Wagner-Skacel die Spezialambulanz für Psychosomatik in der Gastroenterologie und Hepatologie, die Spezialambulanz für Psychokardiologie sowie den Arbeitsbereich Personality Functioning in der Psychosomatik und fungierte bis zu ihrer Berufung zur Professorin als erste Stellvertreterin der Klinischen Abteilung für Medizinische Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie.
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Bei der 27. Konferenz für Medical Image Computing and Computer Assisted Intervention (MICCAI) in Marokko gewann Franz Thaler beim Challenge Workshop „Toward Real World Medical Image Analysis“ unter einer Auswahl kompetitiver, internationaler Teilnehmer*innen den Best Paper Award sowie den Best Performance Award. Beide Preise wurden für die Arbeit am „LA-CaRe-CNN“ vergeben, ein KI-Modell, welches Narben im Muskelgewebe des linken Vorhofs des Herzes auf MRT-Aufnahmen erkennt und segmentiert. Exakte Segmentierungen von patient*innenspezifischem Narbengewebe sind ein wichtiger Bestandteil für die Erstellung von digitalen Zwillingen des Herzes, welche u.a. für die Planung von operativen Eingriffen zur Behandlung von Vorhofflimmern Anwendung finden.
Die Medical Image Computing and Computer Assisted Intervention (MICCAI) ist eine internationale Konferenz, die sich auf die Anwendung von Computermethoden in der medizinischen Bildverarbeitung und in computergestützten medizinischen Eingriffen konzentriert. Sie befasst sich mit der Entwicklung und dem Einsatz fortschrittlicher Technologien, die die Diagnose, Behandlung und Chirurgie im medizinischen Bereich unterstützen.
Wir gratulieren recht herzlich zur Auszeichnung!
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Klimaanlagen helfen – sind jedoch bereits heute für über 1 Gigatonne CO2, über 8 % des Energieverbrauchs und klimaschädliche Kältemittel verantwortlich. Um die Belastung und eine daraus resultierende Leistungsreduktion zu vermindern, wird in einigen Bereichen wie beispielsweise dem Sport der dem Militär, Kühlkleidung als neue Strategie eingesetzt. Die speziell dafür entwickelte Kleidung macht sich das Prinzip der Verdunstungskälte zunutze, wodurch über mehrere Stunden mit mild-kühlen Temperaturen gekühlt werden kann.
Die Firma \"E.COOLINE\" hat diese Kühlwesten entwickelt, die mit bis zu 660 Watt effektiv kühlen und bis zu 97% CO2, 100% Energie und Kältemittel sparen.
An der https://plastische-chirurgie.medunigraz.at/\" target=\"_blank\">Universitätsklinik für Chirurgie, Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie der Medizinische Universität Graz wurden zusammen mit https://www.joanneum.at/coremed/\" target=\"_blank\">COREMED (JOANNEUM RESEARCH) zwei Studien zur Anwendung dieser Kühlkleidung im medizinischen Bereich durchgeführt, und die Auswirkungen von hohen Umgebungstemperaturen auf den Körper genauer untersucht. Hierbei konnte gezeigt werden, dass erhöhte Temperaturen massiv belastend sind. Durch das Tragen von kühlender Kleidung kann dieser körperliche Stress reduziert, und die Leistungsfähigkeit erhalten werden.
Nun hat die Firma für dieses innovative Produkt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Produkte – Klima erhalten.
Wir gratulieren zu der Auszeichnung.
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KURIER: Sie haben international gearbeitet. Worin ist die österreichische Medizin vergleichsweise gut?
Andrea Kurz: Sie ist gut in der Basisversorgung für die gesamte Bevölkerung. Wir haben sehr gute Forschung, aber als kleines Land natürlich weniger Ressourcen als etwa die USA zur Verfügung.
Ist das allgemeine Gesundheitswesen in den USA wirklich so viel schlechter als bei uns?
Es ist nicht mehr so schlecht, wie früher einmal angenommen, weil preiswertere Versicherungsmöglichkeiten geschaffen wurden. Aber nach wie vor sind 30 Prozent der Amerikaner nicht krankenversichert.
Bei uns nehmen auch immer mehr Menschen Privatmedizin in Anspruch. Die Uniklinik Graz hat im Jänner 2023 verlautbaren lassen, nicht alle Patienten aufnehmen zu können.
Eine echte Zwei-Klassen-Medizin gibt es dennoch nicht. Die Qualität der Versorgung ist an allen Häusern sehr gut.
Ja, wenn man einen Herzinfarkt erleidet. Aber auf einen nicht lebensnotwendigen Eingriff wartet man manchmal ewig.
Vollkommen richtig. Das müssen wir akut angehen.
Wie geht das? Sie haben ja selbst gesagt, es gebe genügend Ärzte, nur die Verteilung stimme nicht.
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das stimmt. Wir haben genügend Studienplätze, das ist nicht gleichbedeutend mit genügend Ärzten – speziell mit dem Teilzeit-Trend. Wenn alle Vollzeit arbeiten würden, hätten wir wahrscheinlich genug Ärzte.
Gibt es zu viele Wahlärzte?
Wahrscheinlich ist die Zunahme problematisch.
Herrscht nicht in erster Linie Pflegemangel? An der Wiener Uniklinik sind viele OP-Säle deshalb gesperrt, und an der Grazer Uniklinik hieß es einmal, dass 200 Pfleger fehlen.
So viele fehlen jetzt nicht mehr, aber wir haben deshalb nach wie vor Bettenschließungen. Das ist ein gravierendes Problem.
Vor mehr als 100 Jahren hatte die Wiener Medizinische Schule Weltruf. Können die heimischen Medunis da je wieder anzuschließen?
Wir können wieder internationalen Ruf bekommen, und zwar durch Kooperation der Medizinunis untereinander, aber auch durch Zusammenarbeit mit anderen Universitäten, etwa der Technik. Das ist auch als Industriestandort Österreich wichtig.
Eine Uni, speziell eine Med Uni, ist immer auch eine Ansammlung von Diven und Eitelkeiten. In diesem politischen Spiel sind Sie als Außenseiterin für den Rektorsposten zum Zug gekommen. Wie geht’s Ihnen damit, nun Managerin statt Wissenschafterin zu sein?
Ich glaube, es ist gut, dass ich als Außenseiterin gekommen bin, weil ich neue Perspektiven einbringe, weil ich manches anders sehe, weil ich nicht verwickelt bin in irgendwelche Dinge. Mit diesem freien Blick kann man sehr viel tun.
An der Grazer Neurochirurgie gab es Mobbingvorwürfe, es gibt einen Untersuchungsbericht über Studien ohne Wissen der Patienten, Geldflüsse von einer Pharmafirma, und es geht auch um die Beteiligung einer 13-Jährigen an einer OP. Wie lösen Sie die Probleme?
Indem man sie sehr gut untersucht. Die Studie zum Beispiel war nicht so problematisch, wie kolportiert. Alles andere wird noch geprüft. Fehlverhalten darf natürlich nicht vorkommen.
Sie haben in Ihrer Antrittsrede in Graz gesagt: „Jeder Einzelne von uns muss sich der Möglichkeit und Verantwortung bewusst sein, zur Verbesserung der Gesellschaft beizutragen.“ Sie klingen manchmal recht unösterreichisch.
Ja – als ich heuer nach fast 27 Jahren aus den Vereinigten Staaten zurückkam, habe ich bemerkt, dass manches, was ich sage oder denke, nicht ganz ins hiesige Bild passt. Aber wenn wir unser Gesundheitssystem verbessern wollen, brauchen wir Veränderungen. Und ich bin davon überzeugt, dass wir alle eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft haben. Das meine ich wirklich ernst.
Steht das unter dem legendären Kennedy-Motto: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt“?
Ja.
Wie verändert sind Sie nach 27 US-Jahren?
Ich habe gelernt, Optionen zu sehen. Ich habe gelernt, frei und innovativ zu denken. Wenn ich mir also jetzt ein Projekt ausdenke, dann überlege ich, wie ich es verwirklichen kann und nicht zuerst, was die Hindernisse sind.
Das wäre österreichisch?
Genau.
Werden Sie mehr als eine Rektoratsperiode bleiben?
Vier Jahre sind eine kurze Zeit, um eine Art Kulturwandel zu initiieren.
Von wo weg wohin?
Von einem eher engstirnigen Denken, in dem das Ich eine sehr große Rolle spielt, zu einem offenen, gemeinschaftlichen innovativen Vorgehen, in welchem Veränderungen als Möglichkeiten betrachtet werden.
Ist Frauenförderung an der Meduni noch immer notwendig?
Sie ist sehr notwendig. Obwohl mehr als 50 Prozent der Meduni-Studierenden weiblich sind, haben wir nach wie vor nicht ausreichend Frauen in Führungspositionen.
Wird die Künstliche Intelligenz Personalprobleme lösen?
Ja, ich glaube, dass KI eine große Rolle spielen wird, auch die Telemedizin. Das hilft, Prozesse zu verbessern und eine personalisiertere Medizin zu betreiben.
Eine Frage an Sie als Anästhesistin: Stimmt es, dass Narkosen dem Gehirn schaden?
Moderne Narkotika wirken relativ kurz und verschwinden schnell aus unserem System. Aber allein durch einen chirurgischen Eingriff gibt es eine Entzündungsreaktion des Körpers. Und diese löst dann eine Veränderung am Patienten aus – mehr als die Narkose.
Sie stehen jeden Tag um 4.30 Uhr auf. Warum so bald?
Ich genieße die Ruhe in der Früh. Der Morgen ist für mich die schönste Tageszeit.
Wenn man in Österreich Karriere im öffentlichen Bereich macht, wird man meist politisch zugeordnet. Wo stehen Sie?
Ich bin nirgendwo zugeordnet – und wenn ich mich beschreiben würde: Zumindest in den USA war ich auf der demokratisch-liberalen Seite.
Sie freuen sich also nicht über den Trump-Sieg.
Ich kann Ihnen gar nicht sagen, was das für eine Enttäuschung für mich ist.
Wird das US-Gesundheitssystem darunter leiden?
Es wird extrem leiden – nicht nur das Gesundheitswesen, sondern auch die Forschung. Vielleicht ist das sogar eine Chance für den europäischen Standort: Weil Spitzenforscher aus den USA wegwollen.
Die Wissenschaftsfeindlichkeit in Österreich ist aber womöglich schlimmer als in den USA.
Ich glaube, wir müssen viel mehr hinausgehen und die Gesellschaft informieren. Es passieren im Wissenschaftsbereich so viele tolle Dinge. Es liegt an uns, diese Skepsis zu beheben.
Wird die Medizin dafür sorgen, dass wir ewig leben werden?
Prävention und Therapien werden sich weiterhin verbessern. Aber ewig leben glaube ich nicht – und hoffe ich auch nicht.
Textnachweis: KURIER vom 24. November 2024. Das Interview führte KURIER-Herausgeberin Martina Salomon
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Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete ein Vortrag von Markus Tomaschitz (AVL List), der das aktuelle Thema „New Work“ beleuchtete und spannende Perspektiven auf die Arbeitswelt von morgen eröffnete. Anschließend überreichten Lehrgangleiter Helfried Metzler und Vizerektor Erwin Petek feierlich die Graduierungsrollen an die Absolvent*innen.
Der MBA-Lehrgang wird in Kooperation mit der FH JOANNEUM durchgeführt und richtet sich an Führungskräfte und ambitionierte Fachkräfte aus dem gesamten Gesundheitssystem sowie an Stakeholder, die ihre Expertise erweitern oder sich gezielt auf eine Karriere im Gesundheitsmanagement vorbereiten möchten. Das innovative Studienprogramm bietet den Teilnehmer*innen eine fundierte Wissensvermittlung durch erfahrene Topreferent*innen. Neben theoretischen Grundlagen erhalten sie praxisnahe Lösungsansätze und wertvolle Unterstützung bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen – insbesondere in ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld. Ziel ist es, nicht nur Orientierung und Fachkompetenz, sondern auch Zuversicht für die Lösung der vielschichtigen Aufgaben des modernen Gesundheitswesens zu vermitteln.
Mit der erfolgreichen Absolvierung des MBA Health Care and Hospital Management haben die Absolvent*innen einen bedeutenden Meilenstein auf ihrem Karriereweg erreicht und sind bestens gerüstet, die Zukunft des Gesundheitssektors aktiv mitzugestalten.
Die Med Uni Graz gratuliert herzlich!
Fotonachweis: Sabrina Reiter (Simages Photography)
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Fertigstellung 2027
Der von Roland Rainer – dem Architekten der Wiener Stadthalle – in den 1970er-Jahren entworfene Bau verfügt über eine Nettogeschoßfläche von etwa 4000 Quadratmeter. Das fünfgeschoßige Gebäude ist im Besitz der TPS Vermögensverwaltung, einem Schwesterunternehmen der WEGRAZ, und wird nach einem Entwurf des renommierten Architekten Ernst Giselbrecht und Partner und in Abstimmung mit der Altstadtsachverständigenkommission im Inneren für die Bedürfnisse des Cori-Instituts umgestaltet. Rund die Hälfte der Fläche wird künftig für Labors genutzt, der andere Teil unter anderem für Büros, Sozial- und Besprechungsräume sowie Seminarräume. Die Fertigstellung ist für November 2027 geplant. Die Hülle von Roland Rainer bleibt bestehen.
Förderung durch das Land Steiermark
Das Cori-Institut der ÖAW wird vom Land Steiermark (Zukunftsfonds) mit sechs Millionen Euro gefördert, die drei beteiligten Universitäten stellen Know-how und Infrastruktur zur Verfügung – etwa Bibliotheken, Seminarräume, Speziallabore und IT. Die Kosten für die räumliche Infrastruktur werden dabei zu gleichen Teilen von den drei Universitäten getragen.
Der Forschungsverbund BioTechMed-Graz, in dem die drei Universitäten bereits seit elf Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, war die ideale Andockstelle für die neue Einrichtung. Die namensgebenden Stoffwechselforscher:innen Gerti und Carl Cori waren kurze Zeit in Graz tätig, bevor sie 1922 in die USA auswanderten. 1947 erhielten sie den Nobelpreis für Medizin.
Schulterschluss unterschiedlicher Disziplinen
Wie kann man den Krebs ausbremsen? Wie reagiert unser Stoffwechsel auf krankmachende Mikroorganismen und wie kann man sie unschädlich machen? Was passiert in den Körperzellen bei der Entstehung von umwelt- und altersbedingten Erkrankungen? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich das Cori-Institut. Zu deren Klärung sollen Stoffwechselprozesse in den Zellen systematisch untersucht und mithilfe mathematischer Methoden modelliert werden. Dafür werden Wissenschaftler:innen aus Mathematik, Informatik, Biologie und den Ingenieurswissenschaften eng zusammenarbeiten. Erstmals, dass sich ein ganzes Institut der Stoffwechselforschung widmet und es den Schulterschluss der unterschiedlichen Disziplinen gibt.
Wissenschaftsminister Martin Polaschek: „Mit dem Cori-Institut entsteht in Graz ein einzigartiges Zentrum für die Erforschung von Stoffwechselprozessen – ein Bereich, der für das Verständnis und die Behandlung schwerer Erkrankungen wie Krebs von zentraler Bedeutung ist. Die enge Kooperation der ÖAW mit den drei BioTechMed-Graz-Universitäten legt den Grundstein für Forschung auf höchstem Niveau. Damit stärken wir nicht nur die Spitzenforschung im Life Science-Bereich, sondern auch den Wissenschafts- und Innovationsstandort Steiermark und ganz Österreich.“
Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl: „Mit dem Cori-Institut für Stoffwechselforschung ist es gelungen, ein weiteres ÖAW-Institut und damit einen Leuchtturm im Bereich der Gesundheits-Forschung in die Steiermark zu holen. Die Humantechnologie ist bereits jetzt ein wissenschaftliches und wirtschaftliches Stärkefeld unseres Landes, das durch das Institut weiter ausgebaut wird. Darüber hinaus können wir damit unsere internationale Sichtbarkeit als Forschungsstandort verbessern.“
Wolfgang Baumjohann, ÖAW-Präsident der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse: „Mit Cori errichtet die ÖAW ein exzellentes Forschungsinstitut in Graz. Die transdisziplinäre Zusammenarbeit mit den BioTechMed-Universitäten ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Mit dem Cori-Institut bauen wir auch eine Brücke von der Grundlagenforschung zur Anwendung, sodass die Forschungsergebnisse den Menschen möglichst schnell zur Verfügung stehen.“
Med Uni Graz-Rektorin Andrea Kurz: „Das Cori-Institut zeigt, dass wissenschaftliche Spitzenleistungen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und starke Partnerschaften entstehen. Indem wir unser Wissen und unsere Ressourcen vereinen, schaffen wir am Standort Graz eine Basis für Forschung, die weit wirkt und langfristig einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsforschung leisten wird.“
BioTechMed-Graz-Director Rudolf Zechner: „Stoffwechselstörungen spielen bei der Entstehung prävalenter ,Volkskrankheiten‘ wie zum Beispiel Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs oder Infektionskrankheiten eine zentrale, oft ursächliche Rolle. Das Cori Institut stellt sich dieser enormen medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderung durch enge interdisziplinäre und interinstitutionelle Kooperation. Damit sollen neue, innovative Ansätze zur Aufklärung, Prävention und Therapie dieser Krankheiten führen.“
Uni-Graz-Rektor Peter Riedler: „Im internationalen Wettbewerb können wir uns nur behaupten, wenn wir auf Vernetzung und gemeinsames Handeln setzen. Dafür ist das Cori-Institut ein ideales Beispiel. Forscher:innen unterschiedlicher Disziplinen beschäftigen sich mit zentralen Gesundheitsthemen, davon profitieren sowohl der Wissenschaftsstandort als auch die Gesellschaft.“
TU Graz-Rektor Horst Bischof: „Graz ist der ideale Standort für dieses Spitzenforschungsinstitut der ÖAW. Im engen Verbund mit den drei BioTechMed-Graz-Universitäten erreichen wir eine wissenschaftliche Stärke, die weithin sichtbar und auch ein Magnet für junge, internationale Forschungstalente hier am Standort Graz sein wird.“
WEGRAZ-Geschäftsführer Dieter Johs: „Mit der Sanierung des Bestandsgebäudes und Errichtung eines Neubaus in der Leechgasse schaffen wir die infrastrukturellen Grundlagen für ein Zentrum der Spitzenforschung, das einen nachhaltigen Beitrag zur Lösung zentraler Gesundheitsfragen leisten wird. Es freut mich, dass wir mit diesem Projekt Wissenschaft und Baukultur auf so eindrucksvolle Weise verbinden können.“
Architekt Ernst Giselbrecht: „Das Cori Institut ist eine ganz große Chance für Graz international auf dem Forschungsradar aufzuscheinen. Dies soll mit zeitgemäßer Architektur unterstrichen werden. Das neue Institut wird mit besonderer Sorgfalt in den bestehenden Naturraum eingefügt und schafft so für die Forscher: innen nicht nur ideale Arbeitsmöglichkeiten, sondern auch ein angenehmes Ambiente.“
Textnachweis: Uni Graz
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Wann kommt das Delir?
„Das Delir ist ein Zustand, der aufgrund einer Vielzahl von unterschiedlichen zugrunde liegenden Triggern entstehen kann. Dazu gehören Stoffwechselstörungen, Fieber, Drogen(-entzug) oder Trauma. Auch jede akute Hirnerkrankung ist ein potenzieller Auslöser, was die hohe Prävalenz bei Patient*innen mit akutem Schlaganfall erklärt“, führt Markus Kneihsl aus. Zwei Neurotransmitter – Acetylcholin und Dopamin – spielen bei der Entstehung des Delirs eine wesentliche Rolle, wobei die genauen Vorgänge, die dahinterstecken, noch nicht vollständig geklärt sind. Menschen in fortgeschrittenem Alter, bereits bestehende Demenz und Infektionen spielen eine große Rolle als Risikofaktoren.
Das Positionspapier, das die neuen Vorschläge enthält, wurde von der Österreichischen Schlaganfallgesellschaft (ÖGSF) in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie (ÖGN), der Österreichischen Gesellschaft für Neurorehabilitation (ÖGNR) und der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (ÖGPP) erarbeitet.
Prävention und Früherkennung im Fokus
Wie bei vielen Erkrankungsbildern erscheint auch beim Delir die Prävention als erfolgversprechendste Methode, daher kommt ihr besonders große Bedeutung zu. So ist aus Studien mit geriatrischen Patient*innen im Krankenhaus bekannt, dass vielseitige Präventionskonzepte zu einem Rückgang von deliranten Zustandsbildern um bis zu 30 Prozent führten. Das Positionspapier der ÖGSF widmet diesem Bereich daher große Aufmerksamkeit und beschreibt pflegerisch-ärztliche Multikomponenten-Bundles, die zu einer Reduktion der Delirrate bei Schlaganfallpatient*innen führen sollen.
„Diese nicht-medikamentösen Konzepte sind auch Therapie der Wahl bei bereits bestehendem (mildem) Delir, weshalb der frühen Diagnostik eine hohe Bedeutung zukommt“, führt Markus Kneihsl aus. Da bisherige Delir-Screening-Tools bei Schlaganfallpatient*innen Schwächen aufweisen, liegt aktuell in der Gruppe um Markus Kneihsl ein Forschungsschwerpunkt auf der Entwicklung eines schlaganfallspezifischen Delir-Screening-Instruments.
Komplexe Behandlung
Besteht trotz der beschriebenen nicht-medikamentösen Maßnahmen Verdacht auf Selbst- oder Fremdgefährdung, ist der Einsatz von Arzneien zur Behandlung des Delirs gerechtfertigt. Die zugrunde liegende Evidenz ist jedoch gering, weshalb das Positionspapier pragmatische praxisbezogene Empfehlungen zur pharmakologischen Behandlungsstrategie aufzeigt.
Die Folgen des Delirs bei Schlaganfallpatient*innen
Patient*innen, die infolge eines Schlaganfalls an einem Delir leiden, weisen eine schlechtere Prognose auf. So haben Studien bei Schlaganfallpatient*innen mit Delir über einen längeren Zeitraum kognitive Einschränkungen und ein höheres Risiko für bleibende funktionelle Defizite aufgezeigt. Ziel ist daher, durch eine Optimierung von Prävention und frühzeitiger Behandlung das Outcome nach einem Schlaganfall in dieser speziellen Patient*innengruppe zu verbessern.
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Die Med Uni Graz gratuliert Anja Schaffer herzlich zu diesem Erfolg!
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Die Suche nach einem Jungbrunnen ist ein bestimmendes Thema der medizinischen Forschung geworden – und das aus gutem Grund: „Im Vergleich zum Jahr 2015 wird sich die Zahl der Über-60-Jährigen bis zum Jahr 2050 verdoppeln“, sagt https://ris.medunigraz.at/de/persons/f1ec4169-1fc0-4507-8a42-369bb548e7b3\" target=\"_blank\">Corina Madreiter-Sokolowski, Altersforscherin am https://mbbc.medunigraz.at/\" target=\"_blank\">Lehrstuhl für Molekularbiologie und Biochemie an der Med Uni Graz. Das Problem daran: Ab dem Alter von 60 Jahren steigt das Risiko für Alterserkrankungen sprunghaft an, was in der Folge bedeutet: Je mehr ältere Menschen, desto mehr kranke Menschen gibt es auch, die es zu versorgen gilt. Daher geht es bei der medizinischen Forschung zur Langlebigkeit viel weniger darum, ewiges Leben möglich zu machen, sondern viel mehr darum, die Zahl der gesunden Lebensjahre zu vermehren. „Wir haben eine Lebenserwartung von 84 Jahren bei Frauen und 80 Jahren bei Männern erreicht, aber die letzten zehn Jahre des Lebens sind viele chronisch krank“, sagt Madreiter-Sokolowski. Und hier gelte es anzusetzen.
Altern, das passiert in unseren Zellen. Gesunde Zellen teilen sich, dabei wird auch das Erbgut auf zwei Zellen aufgeteilt. Für jede Zelle gibt es ein Maximum an möglichen Teilungen, definiert ist das durch die Länge der sogenannten Telomere, die bei jeder Zellteilung ein bisschen kürzer werden. „Irgendwann sind die Telomere so kurz, dass die genetische Stabilität bei einer Teilung nicht mehr gegeben wäre“, erklärt die Expertin – an diesem Punkt gehen die Zellen in eine Art Ruhestand, die die Wissenschaft Seneszenz nennt. Diese „alten“ Zellen teilen sich nicht mehr, sie lagern sich im Körper ab, machen aber auch Schaden: Sie geben Entzündungsstoffe ab, die das umliegende Gewebe schädigen und so unter anderem den Nährboden für die Krebsentstehung bereiten. „Ab 60 werden diese seneszenten Zellen in unserem Körper mehr und fördern die Entstehung von Alterserkrankungen“, erklärt die Expertin.
Wie man den Alterungsprozess beeinflusst
Hier setzen nun medizinische Maßnahmen zur Beeinflussung des Alterungsprozesses an: Ein Ansatz ist die Telomer-Verlängerung. „Enzyme können diese Telomere stabilisieren und damit theoretisch die Lebensdauer von Zellen beeinflussen“, sagt Madreiter-Sokolowski. Daran werde intensiv geforscht, allerdings handle man sich damit schwere Nebenwirkungen ein: Durch solche Eingriffe steige das Krebsrisiko massiv an, daher seien solche Therapieansätze auch noch nicht anwendbar.
Ein anderer Ansatz, den viele Anti-Aging-Mittel verfolgen, ist, das Entstehen von seneszenten Zellen zu reduzieren, unsere Körperzellen also widerstandsfähiger und damit auch langlebiger zu machen. Dazu gehört, die Stressresistenz der Zellen zu erhöhen, sie vor Sauerstoffradikalen zu schützen oder auch die Autophagie zu fördern. Die Autophagie ist ein Selbstreinigungsprozess der Zelle, bei dem „Abfallstoffe“ innerhalb der Zelle abgebaut und verwertet werden. Wirkstoffe, wie das altbekannte Diabetes-Medikament Metformin oder Rapamycin, das modulierend ins Immunsystem eingreift, gelten hier als große Hoffnungsträger. „Diese Wirkstoffe können Stoffwechselprozesse anregen, die mit Langlebigkeit in Verbindung gebracht werden“, sagt Madreiter-Sokolowski. Geforscht werde intensiv und laut der Expertin könnte es in zehn bis 15 Jahren so weit sein, dass ein Anti-Aging-Wirkstoff am Markt ist.
Und bis dahin? Lassen sich die lebensverlängernden Prozesse auch durch Lebensstilmaßnahmen ankurbeln. Zum Beispiel durchs Fasten: „Eine maßvolle Kalorienrestriktion reduziert nicht nur das Körpergewicht, sondern hält auch den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel in Balance“, sagt Madreiter-Sokolowski. Dafür sollte man etwa 15 Prozent weniger Kalorien pro Tag essen als man laut Gesamtumsatz benötigt. Ausdauersport wie Laufen führe dazu, dass das körpereigene Abwehrsystem gegen Sauerstoffradikale angekurbelt werde – und das mit Langzeitwirkung.
Nicht rauchen, kein Alkohol
Ebenso wichtig ist es, schädliches Verhalten wie Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum zu meiden und die medizinischen Möglichkeiten zu nutzen, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. „Wir haben so viele Möglichkeiten, erhöhtes Cholesterin oder Bluthochdruck zu behandeln, das sollten wir nützen“, sagt Madreiter-Sokolowski. Denn, auch das haben Studien gezeigt, die eigene Langlebigkeit liegt nur zu 25 Prozent in unseren Genen – die restlichen 75 Prozent bestimmt unser Lebensstil. Allerdings: „Wir brauchen trotzdem auch Glück, um gut zu altern“, sagt Madreiter-Sokolowski. Ein genetisch determiniertes Krebsrisiko oder familiäres Alzheimer können alle Anstrengung für ein langes Leben in Gesundheit zunichtemachen. Auch hier sei die Wissenschaft gefordert, solche „genetischen Bösartigkeiten“ frühzeitig erkennbar zu machen und Behandlungsmöglichkeiten zu finden.
1000 Jahre alt, wie vom britischen Forscher Aubrey de Grey proklamiert, werden wir damit aber auch nicht: „Das Maximum unserer Lebensspanne ist, nach allem was wir heute wissen, mit 125 Jahren ausgeschöpft“, sagt Madreiter-Sokolowski, die am Gottfried-Schatz-Forschungszentrum der Medizinischen Universität Graz forscht. Sie selbst, sagt die Altersforscherin, möchte so alt werden, dass sie ihre Urenkel noch kennenlernen kann – „über 90 Jahre muss ich dafür schon werden“, lacht sie.
Textnachweis: Sonja Krause, Kleine Zeitung online vom 17.11.2024
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For the first time, sex-specific differences with regard to this disease have now been fully revealed in an international study conducted by scientists at the Medical University of Graz Department of Neurology. Recently published in JAMA Network Open, the results clearly indicate that men and women are affected differently by this disease, which could be of great importance in future approaches to prevention and treatment.
How blood vessels damage the brain: Findings on CSVD and sex-specific risks
Cerebral small vessel disease (CSVD) is responsible for around 20% of all ischemic strokes (strokes caused by blood clots) and is the most common cause of intracerebral hemorrhage (brain bleeds). In addition to these acute events, CSVD also significantly contributes to long-term cognitive impairment and the development of dementia in old age. In this disease, changes in the small blood vessels in the brain lead to circulatory disorders that damage brain tissue. \"Despite the great clinical relevance of this disease, little was known about the differences in how it impacts men and women,\" explains author Simon Fandler-Höfler from the Med Uni Graz Department of Neurology.
Given the great clinical relevance of this sex-specific difference in cerebral small vessel disease, Med Uni Graz scientists and their international colleagues addressed this issue and conducted a comprehensive data analysis. They drew on data from the Microbleeds International Collaborative Network (MICON), which has information from over 20,000 patients in 38 global cohorts (including in Graz). \"These patients all had an ischemic stroke, a stroke caused by the blockage of a cerebral blood vessel,\" says Thomas Gattringer, head of the Pathomechanisms of Stroke research unit. They received an MRI scan that was examined for typical sequelae and changes to the small blood vessels.
Brain damage: research focus on sex-specific differences
In their investigations, the scientists discovered interesting differences between men and women: It appeared that men are more frequently affected by cerebral microbleeds (CMBs)—around 28% of patients had at least one microbleeding event, whereby the prevalence in men was significantly higher than in women.
In contrast, women appeared to suffer damage to their white matter more frequently: so-called white matter hyperintensities that are visible as changes in MRI scans and suggest damage to the nerve connections as the result of chronic reduced circulation. Especially remarkable was that microbleeds in women are accompanied by a higher risk of death—a risk that was not observed in men with similar changes.
\"These findings suggest that men and women are susceptible in different ways to certain processes that damage the blood vessels in the brain,\" summarizes Fandler-Höfler. While men are more frequently affected by microbleeds and small \"lacunes\" (small brain tissue injuries), women are more likely to exhibit changes in white matter. Both experts are in agreement: \"A better understanding of these sex-specific differences could provide an important stimulus for future research and the development of targeted therapies.\"
In the long term, prevention as well as therapy and quality of life might be sustainably improved.
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Im Rahmen einer internationalen Studie unter der Leitung von Wissenschafter*innen der Universitätsklinik für Neurologie der Medizinischen Universität Graz wurden nun erstmals umfassend geschlechtsspezifische Unterschiede dieser Erkrankung aufgezeigt. Die kürzlich in JAMA Network Open publizierten Ergebnisse verdeutlichen, dass Männer und Frauen unterschiedlich von dieser Erkrankung betroffen sind, was für zukünftige Präventions- und Behandlungsansätze von großer Bedeutung sein könnte.
Wie Blutgefäße das Gehirn schädigen: Erkenntnisse zu SVD und geschlechtsspezifischen Risiken
Die zerebrale Mikroangiopathie (SVD) ist für rund 20 % aller ischämischen Schlaganfälle (Schlaganfälle durch Blutgerinnsel) verantwortlich und stellt die häufigste Ursache für intrazerebrale Blutungen (Hirnblutungen) dar. Neben diesen akuten Ereignissen trägt SVD auch erheblich zu langfristigen kognitiven Einschränkungen und zur Entwicklung von Demenz im Alter bei. Die Erkrankung führt durch Veränderungen in den kleinen Blutgefäßen im Gehirn zu Durchblutungsstörungen, die das Gehirngewebe schädigen. „Trotz der hohen klinischen Relevanz dieser Krankheit war bislang wenig über die Unterschiede in deren Auswirkungen auf Männer und Frauen bekannt“, erklärt Studienautor https://ris.medunigraz.at/de/persons/0462e02a-07d6-4e1b-8938-5ac64524ec70\" title=\"Simon Fandler-Höfler\">Simon Fandler-Höfler von der https://neurologie.medunigraz.at/\" title=\"Universitätsklinik für Neurologie\">Universitätsklinik für Neurologie der Med Uni Graz.
Um der hohen klinischen Relevanz dieses Geschlechterunterschieds in der zerebralen Mikroangiopathie gerecht zu werden, widmeten sich die Wissenschafter*innen der Med Uni Graz gemeinsam mit ihren internationalen Kolleg*innen dieser Fragestellung und führten eine umfassende Datenanalyse durch. Dabei griffen sie auf die Daten des Microbleeds International Collaborative Network (MICON) zurück, die Informationen von über 20.000 Patient*innen aus 38 weltweiten Kohorten (darunter aus Graz) umfassen. „Diese Patient*innen hatten alle einen ischämischen Schlaganfall, also einen Schlaganfall durch die Verstopfung eines Gehirngefäßes, erlitten“, beschreibt https://ris.medunigraz.at/de/persons/3c169bd2-1e8b-4f2a-bef6-053703abac69\" title=\"Thomas Gattringer\">Thomas Gattringer, Leiter der Forschungseinheit „Pathomechanismen des Schlaganfalls“. Sie wurden mithilfe von MRT-Scans gezielt auf typische Folgen und Veränderungen der kleinen Blutgefäße untersucht.
Hirnschädigungen: geschlechtsspezifische Unterschiede im Forschungsfokus
In ihren Untersuchungen stießen die Wissenschafter*innen auf interessante Unterschiede zwischen Männern und Frauen: So zeigte sich, dass Männer häufiger von Mikroblutungen (CMB) im Gehirn betroffen sind – rund 28 % der untersuchten Patient*innen wiesen mindestens eine solche Mikroblutung auf, wobei die Prävalenz bei Männern deutlich höher lag als bei Frauen.
Bei Frauen hingegen zeigte sich häufiger eine Schädigung der weißen Gehirnsubstanz: sogenannte Marklagerhyperintensitäten, die als Veränderungen auf MRT-Bildern sichtbar sind und auf eine Schädigung der Nervenverbindungen als Folge einer chronischen Minderdurchblutung hindeuten. Besonders bemerkenswert war, dass Mikroblutungen bei Frauen mit einem erhöhten Sterberisiko einhergingen – ein Risiko, das bei Männern mit ähnlichen Veränderungen nicht zu beobachten war.
„Diese Ergebnisse legen nahe, dass Männer und Frauen unterschiedlich anfällig für bestimmte Schädigungsprozesse der Gefäße im Gehirn sind“, fasst Simon Fandler-Höfler zusammen. Während Männer häufiger von Mikroblutungen und kleinen „Lakunen“ (kleine Hirngewebeverletzungen) betroffen sind, zeigen Frauen eher Veränderungen in der weißen Substanz. „Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede und vor allem deren Verständnis könnten wichtige Impulse für die zukünftige Forschung und die daraus abgeleitete Entwicklung zielgerichteter Therapieansätze geben“, sind sich die beiden Experten einig.
So könnten langfristig sowohl die Prävention als auch die Therapie und Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessert werden.
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Medical science
Dr. med.univ. Dr. scient.med. Manuel Großpötzl, Dr. med.univ. Dr. scient.med. Martin Liebhauer, MBA, Dr. med.univ. Dr. scient.med. Lukas Peter Mileder, Dr.in scient.med. Irina Robinson, Dr.in scient.med. Katharina Secco, BSc, MSc, Dr. phil. Dr. scient.med. Gerhard Ernst Steyer, Dr.in scient.med. Ines Tawfik, BSc, MSc, Dr.in med.univ. Dr.in scient.med Ulrike Wittig
Medicine
Dr. med.univ. Mustafa Ahmadi, Dr. med.univ. Klaus Altenberger, Dr.in med.univ. Carina Sophie Anzinger, Dr.in med.univ. Laura Bauer, Dr.in med.univ. Hannah Bullacher, Dr. med.univ. Arda Cakir, Dr. med.univ. Franz Cichocki, Dr. med.univ. Johannes Martin Drews, Dr. med.univ. Daniel Johannes Dür, Dr. med.univ. Matthäus Dürager, Dr.in med.univ. Antonia Eger, Dr.in med.univ. Marina Isabella Ertl, Dr.in med.univ. Anna Flecker (geb. Löschnig), Dr. med.univ. Christoph Florian, Dr.in med.univ. Kristina Friedrich, Dr. med.univ. Thomas Fröschl, Dr. med.univ. Andreas Gebhart, Dr. med.univ. Niclas Goldmann, Dr. med.univ. Matthias Gruber, BSc, Dr.in med.univ. Ann-Sophie Herbst, Dr.in med.univ. Ines Katharina Himmelstoss, Dr. med.univ. Felix Hinterramskogler, Dr.in med.univ. Lisa Maria Höglinger, Dr. med.univ. Philipp Huberts, Dr. med.univ. Alexander Peter Hüttmair, Dr. med.univ. Lukas Thomas Keintzel, Dr. med.univ. Moritz Kern, Dr. med.univ. Christian Klare, BSc, Dr.in med.univ. Johanna Koinig-Trevino, Dr. med.univ. Franz Georg Koren, Dr.in med.univ. Julia Kraus, Dr.in med.univ. Kathrin Kreuzer, MSc, BSc, Dr.in med.univ. Magdalena Kröll, Dr. med.univ. Julian Kühnl, Dr.in med.univ. Anna-Maria Kupfner, Dr. med.univ. Jakob Alois Lugitsch, Dr. med.univ. Marco Mairinger, Dr.in med.univ. Alisa Sophia Merz, Dr.in med.univ. Johanna Mrak, Dr. med.univ. Martin Narrath, Dr.in med.univ. Magdalena Novak, Dr.in med.univ. Hannah Charlotte Nürnberg, BA, Dr.in med.univ. Sabrina Oltean, Dr.in med.univ. Jennifer Ortner, Dr.in med.univ. Marlene Nina Paunger, Dr. med.univ. Bernhard Raphael Pelzl, Dr.in med.univ. Katharina Maria Pendl, Dr. med.univ. Niklas Eduard Werner Pfeiler, Dr. med.univ. Michael Pickl, Dr.in med.univ. Raffaela Miriam Planka, Dr.in med.univ. Tina Primessnig, Dr.in med.univ. Julia Ranftl, Dr.in med.univ. Jana Sophia Rasp, Dr.in med.univ. Katharina Reichel, Dr.in med.univ. Anja Reischl, MSc, BSc, Dr.in med.univ. Anna Christina Reisinger, Dr. med.univ. Valentin Rinnhofer, Dr.in med.univ. Daniela Schimpl, Dr. med.univ. Lukas Schnedl, Dr. med.univ. Felix Schretthauser, BSc, Dr. med.univ. Jakob Schwarzl, Dr.in med.univ. Sarah Spanring, Dr. med.univ. Jonas Michael Stelzer, Dr.in med.univ. Sabrina Stimmeder, Dr. med.univ. Florian Tiefenböck, Dr.in med.univ. Leonie Totschnig, Dr.in med.univ. Stefanie Walcher, Dr.in med.univ. Katharina Melanie Waltl, Dr. med.univ. Stefan Winter, Dr. med.univ. Philip Wolf
Dentistry
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Doctor of Philosophy
Sharmaine Reintar, BSc PhD
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Medizinische Wissenschaft
Dr. med.univ. Dr. scient.med. Manuel Großpötzl, Dr. med.univ. Dr. scient.med. Martin Liebhauer, MBA, Dr. med.univ. Dr. scient.med. Lukas Peter Mileder, Dr.in scient.med. Irina Robinson, Dr.in scient.med. Katharina Secco, BSc, MSc, Dr. phil. Dr. scient.med. Gerhard Ernst Steyer, Dr.in scient.med. Ines Tawfik, BSc, MSc, Dr.in med.univ. Dr.in scient.med Ulrike Wittig
Humanmedizin
Dr. med.univ. Mustafa Ahmadi, Dr. med.univ. Klaus Altenberger, Dr.in med.univ. Carina Sophie Anzinger, Dr.in med.univ. Laura Bauer, Dr.in med.univ. Hannah Bullacher, Dr. med.univ. Arda Cakir, Dr. med.univ. Franz Cichocki, Dr. med.univ. Johannes Martin Drews, Dr. med.univ. Daniel Johannes Dür, Dr. med.univ. Matthäus Dürager, Dr.in med.univ. Antonia Eger, Dr.in med.univ. Marina Isabella Ertl, Dr.in med.univ. Anna Flecker (geb. Löschnig), Dr. med.univ. Christoph Florian, Dr.in med.univ. Kristina Friedrich, Dr. med.univ. Thomas Fröschl, Dr. med.univ. Andreas Gebhart, Dr. med.univ. Niclas Goldmann, Dr. med.univ. Matthias Gruber, BSc, Dr.in med.univ. Ann-Sophie Herbst, Dr.in med.univ. Ines Katharina Himmelstoss, Dr. med.univ. Felix Hinterramskogler, Dr.in med.univ. Lisa Maria Höglinger, Dr. med.univ. Philipp Huberts, Dr. med.univ. Alexander Peter Hüttmair, Dr. med.univ. Lukas Thomas Keintzel, Dr. med.univ. Moritz Kern, Dr. med.univ. Christian Klare, BSc, Dr.in med.univ. Johanna Koinig-Trevino, Dr. med.univ. Franz Georg Koren, Dr.in med.univ. Julia Kraus, Dr.in med.univ. Kathrin Kreuzer, MSc, BSc, Dr.in med.univ. Magdalena Kröll, Dr. med.univ. Julian Kühnl, Dr.in med.univ. Anna-Maria Kupfner, Dr. med.univ. Jakob Alois Lugitsch, Dr. med.univ. Marco Mairinger, Dr.in med.univ. Alisa Sophia Merz, Dr.in med.univ. Johanna Mrak, Dr. med.univ. Martin Narrath, Dr.in med.univ. Magdalena Novak, Dr.in med.univ. Hannah Charlotte Nürnberg, BA, Dr.in med.univ. Sabrina Oltean, Dr.in med.univ. Jennifer Ortner, Dr.in med.univ. Marlene Nina Paunger, Dr. med.univ. Bernhard Raphael Pelzl, Dr.in med.univ. Katharina Maria Pendl, Dr. med.univ. Niklas Eduard Werner Pfeiler, Dr. med.univ. Michael Pickl, Dr.in med.univ. Raffaela Miriam Planka, Dr.in med.univ. Tina Primessnig, Dr.in med.univ. Julia Ranftl, Dr.in med.univ. Jana Sophia Rasp, Dr.in med.univ. Katharina Reichel, Dr.in med.univ. Anja Reischl, MSc, BSc, Dr.in med.univ. Anna Christina Reisinger, Dr. med.univ. Valentin Rinnhofer, Dr.in med.univ. Daniela Schimpl, Dr. med.univ. Lukas Schnedl, Dr. med.univ. Felix Schretthauser, BSc, Dr. med.univ. Jakob Schwarzl, Dr.in med.univ. Sarah Spanring, Dr. med.univ. Jonas Michael Stelzer, Dr.in med.univ. Sabrina Stimmeder, Dr. med.univ. Florian Tiefenböck, Dr.in med.univ. Leonie Totschnig, Dr.in med.univ. Stefanie Walcher, Dr.in med.univ. Katharina Melanie Waltl, Dr. med.univ. Stefan Winter, Dr. med.univ. Philip Wolf
Zahnmedizin
Dr. med.dent. Dominik Bukowy, Dr. med.dent. Hannes Widni-Pajank, Dr.in med.dent. Julia Pabotschnig, Dr.in med.dent. Hannah Marka, Dr.in med.dent. Raphaela Gruber, Dr.in med.dent. Anneli Slana, Dr.in med.dent. Victoria Maria Beldinger, Dr.in med.dent. Alina Irimia, Dr. med.dent. Matthias Daniel Hoi, Dr.in med.dent. Elisabeth Murg
Doktor*in der Philosophie
Sharmaine Reintar, BSc PhD
Informationen für Absolvent*innen finden Sie hier.
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Ein Preisträger ist Paul Wintersteller von der Universitäts-Augenklinik der Med Uni Graz. Ihm wurde der Sicca–Förderpreis des Ressorts Trockenes Auge und Oberflächenerkrankungen des Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) für seines Projekt \"Effekt von filtrierender Glaukom-Chirurgie auf den Tränenfilm und die Augenoberfläche. Eine randomisierte prospektive Studie\" verliehen.
Die Med Uni Graz gratuliert herzlich und wünscht alles Gute für das Projekt.
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Ob Lehre, Forschung oder Patient*innenbetreuung: \"Wir verstecken uns nicht hinter dem Alten, Gewohnten, Bequemen\", betonte die Rektorin bereits in ihrer Inaugurationsrede im Frühsommer. Unter der neuen Rektorin und ihrem Team soll die Med Uni Graz von Mut zu Neuem, Wissensdrang, dem Blick über den eigenen Tellerrand hinaus sowie Zusammenarbeit auf allen Ebenen als Motor für Innovation geprägt werden. Ziel sei ein international bestens vernetztes spitzenmedizinisches Zentrum, in dem akademische Freiheit gelebt und Studierende zu kritisch denkenden Medizinern ausgebildet werden sollen.
\"Gut etablierte Felder\" wie die Krebsforschung
Im Bereich der Forschung an der Med Uni Graz gebe es bereits \"gut etablierte Felder\" wie die Krebsforschung, Neurowissenschaften, Mikrobiomforschung, Stoffwechsel/Kreislauf und Infektionskrankheiten. Man sei international gut positioniert. Die Altersforschung werde ein neuer breit angelegter Forschungsschwerpunkt. Aber es gebe noch weiteres Potenzial für Wachstum und Entwicklung, wie die Rektorin schilderte.
\"Bei allem, was wir in der Forschung machen werden, wird die Interdisziplinarität und Zusammenarbeit ganz wichtig werden - von der Grundlagenforschung über die klinische Forschung bis zur Implementation direkt an den Patient*innen\", betonte Andrea Kurz. Um Fachwissen auszutauschen, Ressourcen zu bündeln und Innovationen zu beschleunigen, setzt die Med Uni verstärkt auf Kooperationen mit den steirischen Hochschulen: So habe man zwar bereits zahlreiche Verknüpfungspunkte mit der TU Graz und der Uni Graz. \"Das wird jetzt ausgebaut und stärker formalisiert werden\", kündigte die Rektorin im APA-Gespräch an.
\"Ich glaube, wir müssen viel mehr dazu kommen Dinge gemeinsam zu machen; um den Forschungsstandort Graz sichtbar zu machen: Denn die Forschung, die wir machen, soll ja auch weiter in Richtung Industrie gehen. Wir wollen Graz und die Steiermark auf Basis unserer Grundlagen- und klinischen Forschung für die Pharmaindustrie und die Medizintechnikbranche interessant machen. Und wir wollen die Unternehmen hierher bekommen, internationale Firmen, die dann auch hier investieren und die dann wiederum diesen Forschungs- und Wissensraum weiterbringen\", wie Andrea Kurz ausführte.
Grazer Forschungsergebnisse \"extrem eindrucksvoll\"
Die Grazer Forschungsergebnisse, die sie in den vergangenen Monaten gesehen habe, bezeichnete Andrea Kurz als \"extrem eindrucksvoll\". Beeindruckt zeigte sie sich auch vom Unternehmergeist, der in Graz selbst herrsche. Er werde aber offenbar nicht ausreichend über die Landesgrenzen wahrgenommen: \"Bevor ich hierherkam, wusste ich nicht, wie stark das Entrepreneurship hier ausgebildet ist. Oder wie viele Leute sich was trauen, die innovativ denken und Start-ups gründen. Es läuft enorm viel und ich denke, wir sind da gemeinsam dann wirklich auf einem guten Weg\", so die Rektorin.
Ein besonderes Anliegen ist der Rektorin die Entwicklung motivierender Karrierewege für herausragende Forschende. Sie müssten laut Andrea Kurz gezielt unterstützt und gefördert werden. Dazu gehöre auch die Bereitstellung klarer Karriereoptionen für diejenigen, die nach der Habilitation weiter an der Universität arbeiten möchten. \"Wir müssen die bisherigen Führungspositionen regelmäßig anschauen. Denn es müssen nicht dieselben Leute in derselben Funktion 20 Jahre sitzen und die jungen, die nachkommen, sehen keine Chancen. Wir müssen Optionen schaffen, dass sie in Gremien auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene kommen aber auch Führungsaufgaben am Standort übernehmen können\", betonte die Rektorin.
Förderung brauche es insbesondere in der klinischen Forschung
Förderung brauche es insbesondere in der klinischen Forschung, wo die Balance zwischen Forschung und Patient*innenversorgung eine Herausforderung darstellt. \"Wir evaluieren gerade, ob unsere Leute genug Zeit bekommen\", so Andrea Kurz. Fest stehe, dass es für Frauen derzeit noch wesentlich schwieriger sei, solche Karrieren einzuschlagen. Sie wolle daher gezielt Maßnahmen zur Förderung von Frauen in der Forschung ergreifen. \"Man muss ihnen den Rücken stärken. Wir wollen ihnen Zeit geben, wenn sie sie aus familiären Gründen brauchen. Wir wollen Systeme entwickeln, die es verhindern, dass in dieser Zeit ihre Forschung brach liegt. Vielleicht auch mit einer extra Post-Doc-Stelle oder so\", führte Andrea Kurz aus.
Generell wolle man das Personalmanagement so einrichten, \"dass es eine wirkliche Serviceleistung für motivierte Mitarbeitende wird, die eine Karriere in der Forschung verfolgen\", sagte die Rektorin im APA-Gespräch. Dazu gehöre, dass man ihnen Aufgaben abnehmen, um ihnen den Rücken freizuhalten. Daran arbeiten wir momentan intensiv\".
Kooperation mit anderen österreichischen Med Unis
Um Österreich zu einem führenden Standort in der medizinischen Forschung auszubauen, seien verstärkte Kooperationen zwischen den österreichischen Universitäten und Forschungseinrichtungen notwendig: \"Es kann nicht sein, dass in einem kleinen Land wie Österreich, wir da nur unser kleines Süppchen kochen. Das geht in der Medizin nicht - und das bringt uns auch für die Patient*innenversorgung nichts\", betonte Andrea Kurz.
Man sei aber bereits auf gutem Weg: Kürzlich wurde etwa der FWF-geförderte Exzellenzcluster \"MetAge\" bewilligt, in dem die Med Unis Wien und Graz und die Uni Graz kooperieren. Darin will man erforschen, wie Störungen der Stoffwechselkontrolle das Risiko altersbedingter Krankheiten beeinflussen und gleichzeitig gezielte Interventionen in der Ernährung klinisch testen. Und mit dem neugegründeten Austrian Cancer Center Network wollen die Med Unis Graz, Innsbruck und Wien mit innovativer Wissenschaft gemeinsam dem Krebs den Kampf ansagen.
Das Gespräch führte Annemarie Happe.
Gesunde Ernährung tut auch der Seele gut. Das zeigen Studien zum Zusammenspiel von Psyche, Darm und den im Darm angesiedelten Bakterien. Das Thema ist auch im Zentrum der Frauengesundheitsmesse in St. Pölten gestanden.
Unser Darm ist ein komplexes Organ, das nicht nur für die Verdauung zuständig ist. Die Bakterien im Darm – das Mikrobiom – können auch psychische Symptome beeinflussen. „Tatsächlich ist unser ganzer Körper miteinander in Kommunikation. Und gerade das zentrale Nervensystem – da gehört unser Gehirn dazu – ist über den Nervus vagus mit allen Organen in Verbindung. Und das zweitgrößte Nervensystem, das wir in unserem Körper haben, ist der Darm“, so https://ris.medunigraz.at/de/persons/a5835bd8-37f9-4f7b-98c3-dad19bc14975\" target=\"_blank\">Melanie Schweinzer von der https://psychologie.medunigraz.at/\" target=\"_blank\">Klinischen Abteilung für medizinische Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie der Med Uni Graz, die bei der Frauengesundheitsmesse der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) mit mehrerern Kolleg*innen in St. Pölten einen Vortrag zu dem Thema hielt.
Darmbakterien beeinflussen auch Parkinson
Ist zum Beispiel die Verbindung zwischen Darm und Gehirn gestört, kann es zu depressiven Verstimmungen kommen, aber auch bei der Erkrankung an Parkinson spielen die Darmbakterien eine Rolle. „Man hat gemerkt, dass eine gewisse Konstellation der Bakterien im Darm mit einer Wahrscheinlichkeit, an Parkinson zu erkranken, zusammenhängt. Und wenn man diese Verbindungen im Vorfeld gekappt hat, ist es nie zum Krankheitsausbruch gekommen“, fasst Schweinzer das Ergebnis einer Studie zusammen.
Die Verbindung zwischen Kopf und Bauch kann man auch selbst positiv beeinflussen: „Man kann sich das vorstellen wie eine Blumenwiese. Umso mehr verschiedene Pflanzen im Garten sind, umso resilienter ist er gegen Umwelteinflüsse. Genauso ist es bei unserem Mikrobiom. Das heißt, wenn wir vielfältig zuführen, haben wir auch die Möglichkeit, diese Vielfalt zu erhalten.“ Konkret wird eine mediterrane Kost empfohlen auf Basis von Gemüse, Obst, Fisch und gesunden Ölen mit viel Omega drei Fettsäuren und Ballaststoffe reichen Lebensmitteln wie etwa Hülsenfrüchten.
Gesunde Ernährung steigert die Gedächtnisleistung
Studien mit älteren Personen, die eine Ernährungsberatung bekommen haben, haben erfreuliche Ergebnisse gezeigt, erklärt die Psychologin: „Das besonders Spannende war, dass eben nicht nur Effekte auf die Stimmung festzustellen waren, sondern auch auf die Konzentrationsleistung und auf die Gedächtnisleistung. Das heißt, es kann vorbeugend auf die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns wirken und wahrscheinlich auch auf die Entwicklung demenzieller Symptomatiken.“
Helfen kann auch die medizinische Bauchhypnose, bei der Psycholog*innen die Betroffenen mit Übungen anleiten, so die Expertin. „Es ist Schulmedizin. Es hat nichts mit Esoterik zu tun. Es ist sogar in den Leitlinien für Patient*innen mit Reizdarm verankert. Das heißt, es ist eine Indikation, die man immer setzen muss, wenn Reizdarm diagnostiziert wird. Und das funktioniert in den Studien besser als zum Beispiel Medikamente.“ Bei der Darmgesundheit gilt allerdings das gleiche wie bei allen anderen Gesundheitsthemen: Man muss dranbleiben, um dauerhaft etwas zu verändern.
Textnachweis: Manuela Matl, orf.at vom 09. November 2024
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Jene Fortschritte standen unter anderem im Fokus des Cancer Research Days, der kürzlich in der Aula der Med Uni Graz stattfand. Wissenschafter*innen aus unterschiedlichsten Bereichen kamen im Sinne der Interdisziplinarität zusammen, um gemeinsame Forschungsinteressen zu identifizieren und Möglichkeiten der Kollaboration zu besprechen. Insgesamt waren 162 Teilnehmer*innen aus dem klinischen und vorklinischen Bereich sowie aus der Forschungsinfrastruktur vertreten, um sich bei den Vorträgen über die laufenden Krebsforschungsaktivitäten an der Med Uni Graz zu informieren und mit unseren Forscher*innen ins Gespräch zu kommen.
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass Graz als Forschungsstandort mit mehreren Universitäten und Forschungszentren ein ausgezeichneter Standort für die Krebsforschung ist. Dies wird vor allem durch die Vernetzung innerhalb der https://www.medunigraz.at/themen-universitaet/medical-science-city-graz\">Medical Science City möglich, ein dynamischer Ort der Begegnung und Zusammenarbeit. Hier befinden sich hochmoderne Einrichtungen der Med Uni Graz, die sich sowohl auf Grundlagenforschung als auch auf klinisch angewandte Forschung und die Patient*innenbetreuung im Universitätsklinikum konzentrieren. „Der Cancer Research Day war eine einzigartige Gelegenheit, die wissenschaftlichen Highlights aus den unterschiedlichen Forschungsbereichen unserer Universität aufzuzeigen und die Interdisziplinarität in den Fokus zu rücken“, zeigen sich die Sprecher des Forschungsfeldes Krebsforschung https://ris.medunigraz.at/de/persons/e57a7b0f-42e9-4ab9-a04f-3184fcbd156b\" target=\"_blank\" title=\"Amin El-Heliebi \">Amin El-Heliebi und https://ris.medunigraz.at/de/persons/73544586-4cab-416e-a2e1-39b49049fd7f\" target=\"_blank\" title=\"Michael Dengler\">Michael Dengler zufrieden über den gelungenen Tag.
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Der German Design Award ist der Premiumpreis des German Design Council. Mit seinem weltweiten Spektrum und seiner internationalen Strahlkraft zählt er branchenübergreifend zu den angesehensten Awards der Designlandschaft. Seit 2012 identifiziert der German Design Award maßgebliche Gestaltungstrends, präsentiert sie einer breiten Öffentlichkeit und zeichnet sie aus. So werden jährlich außerordentliche Einreichungen im Produktdesign, Kommunikationsdesign und der Architektur gekürt.
Der German Design Council – Rat für Formgebung wurde 1953 auf Beschluss des Deutschen Bundestages, und gestiftet von der deutschen Industrie, ins Leben gerufen, um dem wachsenden Informationsbedarf der Wirtschaft zum Thema Design zu entsprechen. Seit seiner Gründung fördert der German Design Council Design als Hebel für wirtschaftlichen Erfolg. Heute gehört die Stiftung zu den weltweit führenden Kompetenzzentren für Kommunikation und Wissenstransfer im Bereich Design. Mit Wettbewerben, Ausstellungen, Konferenzen, Beratungsleistungen, Recherchen und Studien öffnet sie für Vertreter*innen der Wirtschaft und der Gestaltungsdisziplin neue Horizonte, immer mit dem Ziel, den Wertbeitrag von Design für den Unternehmenserfolg zu vermitteln.
Dem Stifterkreis des German Design Council gehören heute über 330 der bedeutendsten deutschen Unternehmen an. In der Jury des German Design Award 2025 sind 16 Nationalitäten vertreten. Sie setzt sich aus renommierten Designexpert*innen aus Wirtschaft, Lehre und Wissenschaft sowie der Gestaltungsindustrie zusammen.
Die Jury hat das Projekt Med Uni Campus Graz in der Kategorie „Excellent Architecture“ 2025 mit GOLD ausgezeichnet. Die offizielle Preisverleihung findet am 07.01.2025 in Frankfurt statt.
Unser Campus wurde bereits zuvor mit dem Sonderpreis Verwaltung/Forschung des Österreichischen Staatspreises Architektur 2023 ausgezeichnet, und entsprechend den Nachhaltigkeitskriterien der ÖGNI und der DGNB mit Platin zertifiziert.
Eckdaten:
- 2010 Internationaler Wettbewerb 1. Preis Riegler Riewe Architekten Zt.-Ges.m.b.H
- Med Uni Graz – Bauherr: BIG – Bundesimmobiliengesellschaft Österreich
- ZWT 1, Zentrum für Wissens- und Technologietransfer – Bauherr - ZWT GmbH
- IKM – Institut für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie - Bauherr: KAGes Steiermark
- ZWT 2, Zentrum für Wissens- und Technologietransfer– Bauherr: ZWT Accelerator GmbH
- 2023 Eröffnung
Textnachweis: riegler riewe architekten zt-ges.m.b.h.
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