List news from TYPO3.

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Date & time of creation.

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  • title: iexact, contains, icontains, startswith, istartswith, endswith, iendswith, regex, iregex
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  • last_modified: gt, lt, gte, lte, date

Expansions

To activate relation expansion add the desired fields as a comma separated list to the expand query parameter like this:

?expand=<field>,<field>,<field>,...

The following relational fields can be expanded:

  • categories
  • language
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Mit Wirkung vom 01. Februar 2021 wurde Univ.-Prof. Dr. Christian Enzinger, MBA für das Fach „Neurologie“ an die Medizinische Universität berufen.


International renommierter Experte an die Med Uni Graz berufen

Christian Enzinger wurde 1973 in Knittelfeld geboren und studierte Humanmedizin in München und an der Universität Graz, wo er im Jahr 1998 promovierte. Seine Ausbildung zum Facharzt für Neurologie schloss er 2007 an der Medizinischen Universität Graz ab, wo er auch 2010 zum Assoziierten Professor ernannt wurde. Bereits früh in seiner wissenschaftlichen Laufbahn absolvierte Christian Enzinger einen einjährigen Forschungsaufenthalt als Clinical Research Fellow in Oxford, um neueste bildgebende Methoden zur Erforschung von Funktionsänderungen des Gehirns nach Schlaganfall zu erlernen. Diesen Forschergeist führte er als Leiter der interdisziplinären Forschungseinheit „Neuronale Plastizität und Reparatur“ an der Med Uni Graz fort. Im Rahmen seines MBA Studiums in Health Care & Hospital Management beschäftigte er sich intensiv mit der medizinischen Versorgungskette des Schlaganfalls. An der Universitätsklinik für Neurologie, Med Uni Graz, leitet Christian Enzinger die Multiple Sklerose Spezial-Ambulanz und fungierte bis zu seiner Berufung als supplierender Leiter der Klinischen Abteilung für Allgemeine Neurologie. Seine große wissenschaftliche Expertise bringt er in eine Vielzahl von Gesellschaften, Gremien und Forschungsnetzwerken ein. So ist Christian Enzinger aktuell u.a. President Elect der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie und Vorstandsvorsitzender der Initiative Hirnforschung Steiermark.


Fest verankert in Lehre und Forschung

Seit Beginn seiner Laufbahn an der Medizinischen Universität Graz ist Christian Enzinger fest in die universitäre Lehre und Forschung verankert. Er hat in verschiedensten Lehrformaten Nachwuchsförderung gelebt, über 30 Diplomand*innen und mehr als 15 Dissertant*innen betreut und Mediziner*innen sowie Naturwissenschafter*innen aus verschiedenen Fachgebieten mentoriert. Seine Forschungsgebiete umfassen eine exaktere Charakterisierung pathophysiologischer Veränderungen bei Schlaganfall, Multipler Sklerose und beim Gehirnaltern, unter bevorzugtem Einsatz bildgebender Methoden. Diese Aktivitäten beinhalten auch die gezielte Förderung neuronaler Plastizität, resultierten in über 270 Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachjournalen und wurden in über 500 Vorträgen vermittelt. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen reflektieren die Anerkennung dieser Bemühungen. Christian Enzinger ist auch in Forschungsverbünden führend tätig. So ist er unter anderem Chair des international führenden Forschungsverbundes MAGNIMS (Magnetic Resonance in Multiple Sclerosis) und Mitglied des „Scientific Committee“ der Europäischen Akademie der Neurologie (EAN).


Zukünftige Vorhaben in Lehre und Forschung

In seiner Funktion als Leiter von wissenschaftlichen Arbeitspaketen in multizentrischen Studien will Christian Enzinger in Zukunft wesentliche klinische Forschungsfragen wie jene der Antikoagulation bei Vorhofflimmerarrhythmie und Hirnblutungen, des gezielten Trainings kognitiver Funktionen bei Multipler Sklerose, sowie der Ursachen des kryptogenen Schlaganfalls und der Folgen von Schlaganfall in jüngerem Erwachsenenalter klären helfen, um beispielhaft einige Projekte zu nennen. Diese Art der Forschung lässt sich ideal in die interdisziplinären Forschungsfelder der Med Uni Graz einbetten und adressiert auch die nachhaltige Gesundheitsforschung, wobei Christian Enzinger die Vernetzung zu präklinischen Fächern im Sinne einer translationalen Forschung ausbauen will. Damit sollen Synergien gehoben und neue Formen der abteilungs- und teamübergreifenden Zusammenarbeit ermöglicht werden, wofür das sich dynamisch entwickelnde Forschungsumfeld inklusive Medical Science City Graz ideale Rahmenbedingungen bietet. In der Lehre möchte er vermitteln, dass Klinik, Lehre und Forschung keinen Widerspruch bedeuten, sondern sich sinnvoll ergänzen. Ein weiteres Ziel ist die verstärkte Beteiligung seines Fachs in den integrierten Curricula und in den postgradualen Doktoratsstudien der Med Uni Graz.


Weitere Informationen und Kontakt

Univ.-Prof. Dr. med. univ. Christian Enzinger, MBA
Professor für Neurologie
Medizinische Universität Graz
Universitätsklinik für Neurologie
Tel.: +43 316 385 82981
chris.enzinger(at)medunigraz.at

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Wissenschafter*innen der Med Uni Graz haben einen neuen Faktor in der Entstehung und für die Behandlung von Dickdarmkrebs entdeckt. Über RNA-basierte therapeutische Ansätze könnte in weiterer Folge die Krankheitsausbreitung verhindert werden. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich im renommierten Journal „Gut“ veröffentlicht.


Dickdarmkrebs: „Dark site of the genome“ im Zentrum

Österreichweit ist Dickdarmkrebs (Kolorektal-Karzinom) bei Männern und Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Auf die verbesserten Früherkennungsmaßnahmen und neuen Behandlungsmethoden zurückführend, sind Neuerkrankungen und Sterblichkeit in den letzten Jahren gesunken, dennoch versterben rund 3.000 Österreicher*innen jährlich an den Folgen der Erkrankung. „Auch weltweit ist das Kolorektal-Karzinom eine der drei häufigsten Ursachen für krebsbedingte Todesfälle“, wie Martin Pichler, Klinische Abteilung für Onkologie der Med Uni Graz, berichtet.

Dickdarmkrebs entsteht über mehrere Jahre aus dem normalen Darmepithel, wobei dessen Entstehung durch Umweltfaktoren wie Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung sowie genetische Faktoren gefördert wird. „Die Entstehung ist komplex; neben klassischen genetischen Faktoren, wie Veränderungen in Tumor-Suppressor und Onkogenen, die bereits seit den 1990er Jahren im Multi-Step Modell der Karzinogenese von Fearon und Vogelstein zusammengefasst wurden, stehen auch andere molekulare Faktoren im Zusammenhang“, beschreibt Martin Pichler. Trotz der enormen Fortschritte durch das „Humane Genome Project“ und der vollständigen Beschreibung des humanen Genoms und dessen Protein-kodierenden Genen, ist der Großteil der DNA Sequenz (auch als „Dark matter“ bezeichnet) in seiner Funktion unerforscht. In vielen dieser Bereiche findet aktive Transkription, also die Erzeugung von RNA statt, ohne jedoch daraus ein Protein zu translatieren. Diese Genom-Abschnitte und daraus resultierende RNA werden auch als Non-Coding RNA bezeichnet. „Es ist wie ein versunkener Schatz der erst gefunden werden muss, um seine Bedeutung zu erkennen“ fasst Martin Pichler die Besonderheiten des Forschungsgebietes zusammen.


Entdeckung: Neues RNA Molekül FLANC reguliert den Zelltod in Dickdarmkrebszellen

Der Onkologe und seine internationalen Kolleg*innen konnten im Bereich von repetitiven Genom-Sequenzen, die sich in bestimmten Abschnitten häufiger wiederholen, als die Zufalls-Wahrscheinlichkeit es voraussagen würde, eine neue Non-Coding RNA in Dickdarmkrebszellen entdecken. „Diese entsprechend dem Fundort als FLANC bezeichnete RNA, ist in Dickdarmkrebsgewebe signifikant angereichert und führt bei Patient*innen zu einem deutlich schlechteren Krankheitsverlauf“, berichtet Martin Pichler. In Zellkultur und Mausmodellen konnten die Forscher*innen zeigen, dass FLANC die Metastasierungseigenschaften der Krebszellen durch Auslösen/Verhindern des Zelltodes regulieren kann.


Wissen über Mechanismus von Tumorzellen könnte neue Therapiechancen eröffnen

Dickdarmkrebs führt üblicherweise durch Ausbreitung („Metastasen“) in die Leber und andere Organe zu einem Krankheitsstadium, welches häufig nicht mehr heilbar ist. Daher haben sich die Forscher*innen in einem Mausmodell angesehen, ob durch eine therapeutische Beeinflussung von FLANC durch zielgerichtete Mikropartikel, welche RNA Therapeutika enthielten, diese Krankheit behandelt werden kann. „Zu unserer positiven Überraschung konnten wir einen dramatischen Rückgang der bereits messbaren Metastasen in der Leber nach einigen Behandlungen im Labormodell erkennen“, fasst Martin Pichler das vielversprechende Forschungsergebnis zusammen.

FLANC gehört zu Primaten-spezifischen Transkripten, und die Behandlung im Mausmodell hatte keine Nebenwirkungen in anderen Organen oder Entzündungsreaktionen zur Folge, wie das bei RNA-gerichtete Therapeutika manchmal beobachtet werden kann. „RNA-gerichtete Therapeutika erleben gerade eine Renaissance, sie werden bei der Behandlung von seltenen Erbkrankheiten, aber auch bei Volkskrankheiten wie der Hyper-Cholesterinämie bereits eingesetzt. Dies gibt uns Zuversicht auch in absehbarer Zukunft Medikamente gegen Krebserkrankungen auf dieser Basis zu entwickeln“, blickt Martin Pichler in die Zukunft. In der Zwischenzeit arbeiten der Onkologe und seine Kolleg*innen bereits an weiteren neuen Non-Coding RNA Molekülen und deren Charakterisierung auch bei anderen Krebserkrankungen wie Brust- und Nierenkrebs.


Weitere Informationen und Kontakt

Assoz.-Prof. PD Dr. Martin Pichler
Medizinische Universität Graz
Universitätsklinik für Innere Medizin
Klinische Abteilung für Onkologie
Tel.: +43 316 385 81320
martin.pichler(at)medunigraz.at


Steckbrief: Martin Pichler

Martin Pichler ist Facharzt für Innere Medizin und forscht als Leiter der Forschungseinheit für Non-Coding RNA an der Med Uni Graz eingebettet in das Universitäre Comprehensive Cancer Center Graz zu neuen Therapieansätzen zur Behandlung von Dickdarmkrebs (Kolorektal-Karzinom). Im Rahmen eines vom FWF geförderten Schrödinger Projektes an einem der führenden Krebszentren der USA, dem MD Anderson Cancer Center, konnte er seine wissenschaftliche Arbeit im Bereich des Kolorektal-Karzinoms vertiefen. Seit 5 Jahren führt er als Adjunct Associate Professor mit internationalen Expert*innen in regelmäßigem Austausch seine Forschungsprojekte weiter fort.

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Erfolgreicher Erasmus+ Förderantrag für weltweite Mobilität

Im Februar 2020 reichte die Med Uni Graz zum zweiten Mal einen Antrag für das Mobilitätsprogramm Erasmus+ International Credit Mobility (KA107) ein und war damit erneut erfolgreich: Für das Projekt von August 2020 bis Juli 2023 wurden Förderungen für Incoming- und Outgoing-Studierenden- und Personalmobilität und deren Verwaltung in der Höhe von 319.780,00 Euro genehmigt.

Erasmus+ KA107 ist ein Mobilitätsprogramm der Europäischen Union, das Studien- und Praktikumsaufenthalte für Studierende, sowie Lehr- und Fortbildungsaufenthalte für Hochschulpersonal an Partnerinstitutionen weltweit fördert. Im aktuellen Projekt (2020-2023) sind geförderte Mobilitäten zwischen der Med Uni Graz und folgenden Partnerinstitutionen möglich:

  • Albanien: University of Medicine Tirana
  • Albanien: Canadian Institute of Technology
  • Australien: University of Queensland
  • Chile: Pontificia Universidad Católica de Chile
  • Chile: Universidad de Valparaíso
  • Dominikanische Republik: Instituto Tecnológico de Santo Domingo
  • Israel: Tel Aviv University/Sheba Medical Center
  • Kolumbien: Universidad CES
  • Mexiko: Universidad de Guadalajara
  • Mexiko: Universidad de Monterrey
  • Nepal: Kathmandu University
  • Südafrika: Stellenbosch University
  • Südafrika: Walter Sisulu University
  • Thailand: Chiang Mai University
  • USA: Central Michigan University
  • USA: University of Missouri – Kansas City

Die geförderten Plätze für Med Uni Graz-Studierende werden vom International Office im Rahmen der Mobilitätsprogramme Clinical Rotations und Joint Study ausgeschrieben. Eine Ausschreibung für geförderte Lehr- und Fortbildungsaufenthalte im Rahmen von Erasmus+ International Credit Mobility, für die sich Med Uni Graz-Mitarbeitende bewerben können, wird im Spätsommer vom International Office veröffentlicht.

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