News List
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Prophylaxeprogramme senken die NEC-Rate von Frühgeborenen deutlichFrühgeborene mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht (very low birth weight – kurz: VLBW) haben bereits beim Start ins Leben einige Herausforderungen zu meistern. Die NEC ist eine dieser gesundheitlichen Bedrohungen. „Angesichts des raschen Auftretens von NEC haben einige neonatale Intensivstationen (NICUs) spezielle NEC-Prophylaxeprogramme entwickelt, die den Einsatz von Probiotika, enteralen Antibiotika und differenzierten Ernährungsprotokollen umfassen und die in jüngster Zeit zu einem erheblichen Rückgang der NEC-Raten bei Frühgeborenen geführt haben“, berichtet https://ris.medunigraz.at/de/persons/066111b8-5cc6-45d6-9ca4-6f8dafad6a7e\">Bernhard Resch von der Medizinischen Universität Graz für das Studienteam. Südösterreichische Neugeborenenstationen haben verschiedene Kombinationen dieser prophylaktischen Maßnahmen mit großem Erfolg umgesetzt, was zu einer außergewöhnlich niedrigen durchschnittlichen NEC-Rate von 2,9 Prozent bei VLBW-Säuglingen geführt hat.
Probiotika unterstützen die frühe Reifung des VerdauungssystemsDas Ziel dieser Prophylaxeprogramme liegt in der frühzeitigen Unterstützung des Darmmikrobioms von Frühgeborenen. In der nun hochrangig publizierten wissenschaftlichen Arbeit untersuchten die Wissenschafter*innen die Erfolgsmechanismen der verschiedenen Therapieoptionen auf Ebene des Darmmikrobioms und des Stoffwechsels. Insgesamt wurden 55 VLBW-Säuglinge an drei eng benachbarten Zentren – LKH-Universitätsklinikum Graz, Klinikum Klagenfurt und LKH Hochsteiermark, Standort Leoben – in die Studie aufgenommen. An den drei Zentren werden folgende NEC-Prophylaxe-Optionen angewandt: Antibiotikabehandlung, antimykotische Behandlung, Verwendung von Probiotika (entweder Lactobacillus rhamnosus, eine Kombination aus Bifidobacterium longum subsp. infantis und Lactobacillus acidophilus, oder keine Probiotika) und Fütterung mit Muttermilch bzw. Frühgeborenen-Formulamilch.
„Mithilfe eines Multi-Omics-Ansatzes untersuchten wir die Zusammensetzung und Funktion des Mikrobioms und seiner Metaboliten in den ersten Lebenswochen, um die Bedeutung der Wechselwirkungen zwischen Ernährungskomponenten, Antibiotika und Probiotika zu verstehen“, beschreibt https://ris.medunigraz.at/de/persons/9c0e475d-67ea-483f-abca-4741184e9bdd\">Christine Moissl-Eichinger, Med Uni Graz. Dabei konnten die Wissenschafter*innen zeigen, dass Therapien, die eine Gabe des Probiotikums Bifidobacterium longum subsp. infantis beinhalten, die Entwicklung des Mikrobioms frühzeitig und substanziell beeinflussen. Dies liegt besonders in seiner Fähigkeit, die in der Muttermilch enthaltenen Milch-Oligosaccharide zu verstoffwechseln, die unsere körpereigenen Enzyme nicht aufspalten können. Mit dieser Funktion geht eine frühe Reifung des Verdauungssystems einher. Auch das Probiotikum Lactobacillus rhamnosus zeigte einen positiven, jedoch deutlich geringeren Einfluss.
Muttermilch und Bifidobacterium in Kombination als GamechangerEntscheidend ist, dass die positiven Auswirkungen der Gabe von Bifidobacterium longum subsp. infantis von der gleichzeitigen Fütterung mit natürlicher Muttermilch abhängen. „Wir zeigen, dass präventive Maßnahmen den größten Einfluss auf die Entwicklung und Reifung des gastrointestinalen Mikrobioms haben und die Etablierung eines widerstandsfähigen mikrobiellen Ökosystems ermöglichen, das Bedrohungen durch Krankheitserreger bei gefährdeten Frühgeborenen reduziert“, so das Resümee der Erstautorin Charlotte Neumann.
„Wir hoffen, dass unsere Ergebnisse zu einer weitverbreiteten Anwendung dieser Maßnahmen führen werden, damit wir diesen extrem gefährdeten Babys helfen können, diese tödlichen Infektionen abzuwehren, und gleichzeitig sicherstellen können, dass sie den bestmöglichen Start ins Leben erhalten“, so Lindsay Hall vom Quadram Institute der University of East Anglia und der Technischen Universität München.
", "start": null, "end": null, "author": "Gerald Auer", "email": "gerald.auer@medunigraz.at", "keywords": [ "Muttermilch", "stillen", "Brustmilch", "Frühgeburt", "Frühchen", "Inkubator" ], "description": null, "topnews": true, "last_modified": "2023-09-14T09:37:41+02:00", "language": null }, { "id": 11152, "url": "https://www.medunigraz.at/news/detail/weibliche-forschung-vanessa-stadlbauer-koellner#sl-content", "media": [], "gallery": [], "contact_box": [ { "id": 76697, "media": { "url": "https://api-test.medunigraz.at/typo3/media/53903/", "original": "https://www.medunigraz.at/frontend/user_upload/images/contact/S/stadlbauer-koellner-vanessa.png", "mimetype": "image/png", "filename": "stadlbauer-koellner-vanessa.png", "size": 679633 }, "title": "Assoz.-Prof.in PDin Dr.in", "name": "Vanessa Stadlbauer-Köllner", "phone": null, "url": "https://ris.medunigraz.at/de/persons/9ee52896-eceb-4383-964b-186d5c090a20", "link_label": "Forschungsprofil", "email": "vanessa.stadlbauer@medunigraz.at", "headline": "Kontakt", "address": [ "Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie", "Medizinische Universität Graz" ] } ], "breadcrumb": [ { "uid": 61, "pid": 8139, "title": "News-Storage", "is_siteroot": false, "domains": [], "uri": null }, { "uid": 8139, "pid": 0, "title": "Med Uni Graz", "is_siteroot": true, "domains": [ "www.medunigraz.at" ], "uri": "https://www.medunigraz.at/" } ], "categories": [ 9, 269, 276 ], "groups": [], "related_links": [ { "id": 1286, "datetime": "2023-03-27T11:34:15+02:00", "title": "Vanessa Stadlbauer-Köllner", "description": null, "url": "https://ris.medunigraz.at/de/persons/9ee52896-eceb-4383-964b-186d5c090a20" }, { "id": 1287, "datetime": "2023-03-27T11:34:15+02:00", "title": "Mehr über die Forschungsarbeit von Vanessa Stadlbauer-Köllner erfahren", "description": null, "url": "https://gastroenterologie.medunigraz.at/forschung/darm-leber-achse" } ], "related_media": [], "header_image": { "url": "https://api-test.medunigraz.at/typo3/media/62653/", "original": "https://www.medunigraz.at/frontend/user_upload/images/header-themen/diagnostik/leber-natalie_mis.png", "mimetype": "image/png", "filename": "leber-natalie_mis.png", "size": 964029 }, "datetime": "2023-03-27T10:50:55+02:00", "title": "Weibliche Forschung: Vanessa Stadlbauer-Köllner", "teaser": "Die Forscherin an der Med Uni Graz möchte Mädchen ermutigen ihrem Forscherinnen-Geist zu folgen.", "body": "Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft möchte die https://www.efclif.com/\">European Foundation für the study of chronic liver failure – kurz EF CLIF - das Bewusstsein für die Arbeit von Frauen in der Hepatologie schärfen und die nächste Generation angehender Wissenschafter*innen inspirieren. https://ris.medunigraz.at/de/persons/9ee52896-eceb-4383-964b-186d5c090a20\">Vanessa Stadlbauer-Köllner, https://gastroenterologie.medunigraz.at/\">Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Med Uni Graz, gab der Foundation einen spannenden Einblick in ihre Forschungsarbeit.
Chronische Lebererkrankungen im wissenschaftlichen FokusVanessa Stadlbauer-Köllner ist Ärztin und Forscherin mit großem Interesse am Verständnis der Wechselwirkung zwischen Medikamenten, Krankheiten und dem Darmmikrobiom. Sie ist Bereichsleiterin bei CBmed, wo sie mit Schwerpunkt auf der Darm-Leber-Achse forscht. Ihr Ziel ist es, ihre Forschungsergebnisse in die Definition von Biomarkern und innovativen Gesundheitsprodukten umzusetzen, welche die Lebensqualität aktueller und zukünftiger Patient*innen mit chronischen Lebererkrankungen verbessern.
Der Forscherinnen-Geist hat sich schon früh gemeldetSchon als Kind wollte Vanessa Stadlbauer-Köllner Ärztin werden. Ihr Interesse für die Leber entdeckte sie bereits im Vorschulalter. “Ich habe eine Zeichnung, die ich gemacht habe, als ich ungefähr 5 Jahre alt war, wo ich die Leber und die Gallenblase gezeichnet habe\", sagt sie. Ihr war schon früh klar, dass sie forschen möchte – „mit einer Mutter, die Pathologin ist, und einem Vater, der Chemieprofessor ist, war das keine große Überraschung“, fügt sie hinzu. „Mein Vater hatte sogar ein kleines „Labor“ für uns Kinder zu Hause, wo wir ein paar grundlegende chemische Experimente machen konnten und meine Mutter hat uns den Umgang mit dem Mikroskop beigebracht“, erzählt die Wissenschafterin.
Immer neugierig bleiben und an sich selbst glaubenAls Mädchen im schulpflichtigen Alter wurde sie von Paul de Kruifs Buch “Microbe Hunters” dazu inspiriert, Fragen darüber zu stellen, wie Krankheiten entstehen und wie Mikroben mit Menschen interagieren. „Ich hatte das Glück, in einer Umgebung geboren zu werden, in der es für ein Mädchen so natürlich war, Ärztin und Wissenschafterin zu werden“, sagt sie. Vanessa Stadlbauer-Köllner hofft, dass sie Mädchen dazu inspirieren kann, selbstbewusst zu werden, an sich selbst zu glauben und eine Karriere in der Wissenschaft anzustreben.
Textnachweis: https://www.efclif.com/foundation/news-and-events/international-day-of-women-and-girls-in-science-vanessa-stadlbauer-kollner\">News&events | EF CLIF |
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Die Kooperation zwischen Stefano Angiari vom Lehrstuhl für Immunologie, Otto Loewi Forschungszentrum und der Chiang Mai University in Thailand (CMU) begann im Vorjahr mit einem Forschungsaufenthalt einer PhD-Studierenden der CMU, die im Rahmen von Erasmus+ einen Forschungsaufenthalt an der Med Uni Graz absolvierte und dabei von Stefano Angiari betreut wurde. Im Jänner 2023 verbrachte nun Stefano Angiari gefördert über Erasmus+ eine Woche mit Vorlesungen, Vorträgen und zahlreichen Terminen an der CMU, mit dem Ziel, die Kooperation zwischen der CMU und der Med Uni Graz zu stärken sowie Studierenden- und Personalaustausch zwischen den beiden Institutionen zu fördern. Der Aufenthalt wurde von Assistenzprofessorin Klintean Wunnapuk, die die Med Uni Graz ebenso bereits im Vorjahr für einen Erasmus-Fortbildungsaufenthalt besucht hatte, organisiert.
Während seines Aufenthalts hielt Stefano Angiari Vorträge und Vorlesungen für Medizin- und PhD-Studierende im Bereich Immunmetabolismus – seinem Forschungsschwerpunkt an der Med Uni Graz – und hatte die Gelegenheit, sich mit Forschungsgruppenleiter*innen und PhD-Studierenden über seine aktuellen Forschungsprojekte und Ergebnisse auszutauschen. Daneben standen zahlreiche Gespräche mit Vertreter*innen der CMU am Programm. Die institutionelle Unterstützung der Kooperation wurde etwa von Prof. Dr. Pongruk Sribanditmongkol, Präsident der Universität, bei einem Treffen bekräftigt. Ebenso drückten der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Bannakij Lojanapiwat, und die Vizedekanin für Doktoratsstudien, Ass. Prof. Dr. Arisa Bonness, ihre Unterstützung aus sowie die Bereitschaft, Studierende und Forscher*innen der Med Uni Graz an der CMU zu begrüßen und einen aktiven Wissensaustausch zu fördern. Ein Abendessen mit Prof. Dr. Parameth Thiennimitr, dem Betreuer der PhD-Studierenden, die Stefano Angiari an der Med Uni Graz betreute, und seiner Arbeitsgruppe, sowie Ausflüge in den Doi Inthanon National Park rundeten den Aufenthalt ab.
Blick in die Zukunft
Stefano Angiari plant, die Kooperation mit der CMU weiterhin zu vertiefen und durch gemeinsame Förderanträge zu stärken. Gefördert durch Erasmus+ werden im Frühjahr 2023 außerdem zwei Medizinstudierende der CMU an der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie und der Universitätsklinik für Radiologie bzw. der Klinischen Abteilung für Herzchirurgie Famulaturen absolvieren. Zwei Med Uni Graz-Studierende wurden wiederum für Auslandsfamulaturen an der CMU, die über ASEA-UNINET gefördert werden und im Sommer 2023 stattfinden sollen, nominiert. Das International Office freut sich über diese aktive Kooperation und steht bei Fragen zu Kooperations-, Austausch- und Fördermöglichkeiten gerne zur Verfügung.
Fördermöglichkeiten für die Kooperation Med Uni Graz – CMU
Die Med Uni Graz und die CMU kooperieren einerseits im Rahmen des Programms Erasmus+ International Credit Mobility (KA107/KA171), über das Lehr- und/oder Fortbildungsaufenthalte und PhD-Mobilität in beide Richtungen sowie Incoming Studierendenmobilität für Famulaturen an der Med Uni Graz gefördert werden können. Darüber hinaus sind die Med Uni Graz und die CMU Partner im ASEAN European Academic University Network (ASEA-UNINET), über das nicht nur Famulaturen von Med Uni Graz-Studierenden an der CMU gefördert werden, sondern auch Forschungskooperationen. Aktuell läuft der Call für Projekte zwischen 1. Oktober 2023 und 30. September 2024. Die Bewerbung ist bis 20. April 2023 möglich.
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Seltene hämatologische KrebserkrankungenMyeloproliferative Neoplasien (MPN) haben ihren Ursprung in Blutstammzellen des Knochenmarks. Diese Blutstammzellen sind normalerweise dafür zuständig, zeitlebens gesunde, funktionsfähige Blutzellen zu bilden. Bestimmte genetische Veränderungen wie Mutationen im Januskinase-2(JAK2)- und Calreticulin(CALR)-Gen von Blutstammzellen können jedoch dazu führen, dass die normale Blutbildung gestört wird und durch unkontrolliertes, überschießendes Wachstum reifer Blutzellen (Erythrozyten, Granulozyten, Thrombozyten) eine myeloproliferative Neoplasie entsteht. Erkrankte haben dadurch ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln und somit für die Entstehung von Herzinfarkten, Schlaganfällen oder anderen Gefäßverschlüssen. Auch Beschwerden wie Müdigkeit, Nachtschweiß und Fieber können im Rahmen dieser Erkrankungen sehr häufig auftreten. Durch die Entwicklung von Januskinase(JAK)-Inhibitoren gibt es seit einigen Jahren eine spezifische Therapie für Patient*innen mit einer Mutation im JAK2-Gen. Eine zielgerichtete Therapie für Patient*innen mit einer Mutation im CALR-Gen gibt es bis dato jedoch noch nicht.
In einer kürzlich veröffentlichten Publikation im hochrangigen Journal Leukemia konnte Johannes Foßelteder, PhD-Student aus der Arbeitsgruppe von Andreas Reinisch, der klinischen Abteilung für Hämatologie und Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin eine gestörte Proteinfaltung im endoplasmatischen Retikulum (ER) von Blutstammzellen als einen neuen CALR-mutationsspezifischen Pathomechanismus beschreiben. Das endoplasmatische Retikulum ist ein weitverzweigtes Gangsystem in der Zelle und spielt eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Stoffen wie Proteinen oder Fettsäuren. In ihrer Forschungsarbeit konnten die Wissenschafter*innen zeigen, dass diese gestörte Proteinfaltung auch einen neuen therapeutischen Angriffspunkt darstellt, der für eine spezifische Behandlung von Patient*innen mit CALR-Mutationen eingesetzt werden kann.
Entschlüsselung pathogener Mechanismen durch punktgenaue genetische Manipulation gesunder BlutstammzellenDie Wissenschafter*innen konnten erstmals mithilfe der sehr präzisen CRISPR/Cas9-Genschere die beiden häufigsten CALR-Genmutationen an der physischen Position des Gens in gesunde humane Blutstammzellen einbringen. Hinter der sperrigen Abkürzung CRISPR/Cas9 verbirgt sich ein neues molekularbiologisches Verfahren, um DNA-Bausteine im Erbgut sehr gezielt zu verändern. Die Genschere kann in nahezu allen lebenden Zellen eingesetzt werden und ist in ihrer Präzision einzigartig. Dadurch konnten die Grazer Forscher*innen die exakten molekularen krank machenden Mechanismen beleuchten, die durch die CALR-Mutation ausgelöst werden und zur bösartigen Entartung der Zellen beitragen.
Das Fass zum Überlaufen bringen: gestörte Proteinfaltung – ein neues therapeutisches Target für die Behandlung von CALR-mutierten MPNsDie korrekte Faltung neu gebildeter Proteine ist ein hochkomplexer Vorgang, der im endoplasmatischen Retikulum (ER) der Zellen stattfindet. Die dreidimensionale Struktur ist für die richtige Funktion der Proteine wesentlich und schon kleinste Fehler in dem Faltungsprozess können die Proteine unbrauchbar machen. Falsch oder unvollständig gefaltete Proteine führen dazu, dass im ER ein Alarm, die sogenannte „unfolded protein response“ (UPR), ausgelöst wird. Dadurch werden falsch gefaltete Proteine entweder korrigiert oder abgebaut. Sind diese Korrektur- und Abbauprozesse jedoch durch ein Übermaß an falsch gefaltetem Protein überlastet, führt dies zur Apoptose, dem induzierten Zelltod.
Genau hier hat das Team um Andreas Reinisch und Johannes Foßelteder nun angesetzt. Mit ihrem neuen Zellmodell konnte die Gruppe herausfinden, dass Mutationen im CALR-Gen die regulären Proteinfaltungsprozesse in Blutstammzellen negativ beeinflussen. Durch die Anhäufung von falsch gefaltetem Protein kommt es in den CALR-mutierten Zellen zur übermäßigen Aktivierung der UPR. In ihrer Studie konnten die Forscher*innen zeigen, dass durch eine zusätzliche Blockierung des Proteinabbaus (durch Proteasomen-Inhibitoren) oder eine Blockierung der UPR (somit Blockierung der Protein-Faltungskorrektur) zu viel falsch gefaltetes Protein anfällt und das Fass buchstäblich zum Überlaufen gebracht wird. Die Zellen gehen dadurch in Apoptose und sterben ab.
Proteasomen-Inhibitoren sind bereits für andere hämatologische Erkrankungen zugelassen, somit wäre eine Übertragung dieser präklinischen Ergebnisse möglichst rasch denkbar.
Andreas Reinisch zeigt sich optimistisch ob der Ergebnisse der Studie: „Wir hoffen natürlich, dass diese Inhibitoren ihren Weg in die klinische Verwendung finden werden und in Zukunft vielversprechende Therapieansätze für CALR-mutierte MPN-Patient*innen bieten.“
Steckbrief: Andreas ReinischAndreas Reinisch hat an der Med Uni Graz Humanmedizin studiert und 2010 das PhD-Programm Molecular Medicine erfolgreich abgeschlossen. Darauf folgte ein fünfjähriger Forschungsaufenthalt an der renommierten Stanford University in Kalifornien. In seiner Forschungsarbeit setzt er sich intensiv mit der Entstehung von Leukämie auf genetischer bzw. molekularer Ebene auseinander und nutzt dafür moderne CRISPR/Cas9-Technologie. An der Med Uni Graz ist er aktuell in einer §-99.5-Tenure-Track-Professur angestellt.
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Mit Wirkung vom 01.03.2023 wurde Univ.-Prof. Dr. https://ris.medunigraz.at/de/persons/31de424f-cea1-4cf2-8fef-0268fb2e1ca1\">Hannes Sallmon für das Fach „Kinder- und Jugendheilkunde mit besonderer Berücksichtigung der Pädiatrischen Kardiologie“ an die Medizinische Universität Graz berufen und mit der Leitung der Klinischen Abteilung für Pädiatrische Kardiologie betraut, die Teil des https://www.uniklinikumgraz.at/herzzentrum\">Universitären Herzzentrums der Medizinischen Universität Graz ist.
Wissenschaftliche SchwerpunktsetzungDie wissenschaftlichen Schwerpunkte von Hannes Sallmon stellen die Lungenhochdruckerkrankungen im Kindesalter, die kinderkardiologische Intensivmedizin (inkl. Organersatzverfahren, sog. „Kunstherz“) und die Herzerkrankungen Neu- und Frühgeborener dar. Durch seine Berufung an die Med Uni Graz sollen diese klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte in enger Kooperation, insbesondere mit der Klinischen Abteilung für Herzchirurgie, weiter ausgebaut werden. Zudem möchte sich Hannes Sallmon in die kinderheilkundliche und kardiologische Lehre an der Med Uni Graz einbringen. Genau wie im klinisch-wissenschaftlichen Bereich, bietet die Med Uni Graz hierfür durch innovative Curricula und exzellente Vernetzungsmöglichkeiten hervorragende Voraussetzungen.
Zur PersonHannes Sallmon wurde in Berlin geboren. An der Universität Rostock schloss er das Studium für Humanmedizin ab und promovierte an der Charité Berlin. Dort machte Hannes Sallmon auch seine Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und habilitierte sich 2020 in diesem Fach mit einer kinderkardiologischen Arbeit. Hannes Sallmon absolvierte Weiterbildungen zur Erlangung der Schwerpunktbezeichnung Kinderkardiologie sowie zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Intensivmedizin und absolvierte mehrere Auslandsaufenthalte am Boston Children’s Hospital der Harvard Medical School, USA, sowie am National Center for Child Health and Development (NCCHD) in Tokio, Japan.
Hannes Sallmon arbeitete zuletzt als Oberarzt an der Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) in Berlin. Er ist national und international in Gremien pädiatrischer Fachgesellschaften vertreten und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine wissenschaftlichen Arbeiten, unter anderem von der Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) und der Association for European Pediatric Cardiologists (AEPC).
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Der Josef Krainer-Würdigungspreis 2023 wurde viermal, der Josef Krainer-Förderungspreis 2023 sechsmal vergeben. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste – unter anderem Landtagspräsidentin Manuela Khom, Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, Superintendentialkurator Michael Axmann, Stadtpfarrprobst Christian Leibnitz, LH a.D. Waltraud Klasnic, Bundesministerin a.D. Ruth Feldgrill-Zankel, Bundesratspräsident a.D. Herwig Hösele, Landesamtsdirektor a.D. Gerold Ortner, ORF-Landesdirektor Gerhard Koch, Rektor Peter Riedler, Konsul Rudi Roth – wurde dabei das Gedenken an Josef Krainer sen., der das Land als Landeshauptmann von 1948 bis 1971 als Reformer geprägt hat, hochgehalten.
„Mit der Verleihung der Josef Krainer-Preise soll das Wirken des großen steirischen Landeshauptmannes, Josef Krainer senior, bewahrt werden und der mit ihm untrennbar verbundene schöpferische und eigenständige Geist in der Steiermark gepflegt und weitergeführt werden. Die heute ausgezeichneten Persönlichkeiten repräsentieren mit ihren großartigen wissenschaftlichen und kulturellen Leistungen diese Offenheit, das tiefe Kulturbewusstsein und stehen damit für die wirtschaftliche und soziale Erfolgsgeschichte unserer Steiermark″, so Landeshauptmann
Christopher Drexler in seiner Festansprache.Textnachweis: Land Steiermark, Bild: Land Steiermark/Binder
https://www.medunigraz.at/team-corina-madreiter-sokolowski\">Corina Madreiter-Sokolowski, Lehrstuhl für Molekularbiologie und Biochemie, Med Uni Graz, erhielt den Josef-Krainer-Würdigungspreis 2023 und wurde damit für Ihre wissenschaftlichen Leistungen rund um die Altersforschung ausgezeichnet.", "start": null, "end": null, "author": "Gerald Auer", "email": "gerald.auer@medunigraz.at", "keywords": [ "Alterung", "Altersforschung", "Gesundheit", "Pensionist", "Pension" ], "description": null, "topnews": false, "last_modified": "2023-03-23T11:15:06+01:00", "language": null }, { "id": 11140, "url": null, "media": [], "gallery": [], "contact_box": [], "breadcrumb": [ { "uid": 5692, "pid": 8139, "title": "News-Storage (nur Intranet)", "is_siteroot": false, "domains": [], "uri": null }, { "uid": 8139, "pid": 0, "title": "Med Uni Graz", "is_siteroot": true, "domains": [ "www.medunigraz.at" ], "uri": "https://www.medunigraz.at/" } ], "categories": [ 9, 25, 266, 267, 268 ], "groups": [ { "id": 3, "title": "Intranet" }, { "id": 5, "title": "Bedienstete" }, { "id": 6, "title": "Studierende" } ], "related_links": [], "related_media": [], "header_image": { "url": "https://api-test.medunigraz.at/typo3/media/54586/", "original": "https://www.medunigraz.at/frontend/user_upload/images/header-news/header-news-allgemein/admin-news-01.jpg", "mimetype": "image/jpeg", "filename": "admin-news-01.jpg", "size": 588362 }, "datetime": "2023-03-16T15:30:00+01:00", "title": "Call for Abstracts: Cardiovascular disease ", "teaser": "Abstract bis 20. März einreichen für das jährliche Meeting der „Society for Heart and Vascular Metabolism“.", "body": "Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg.
Einladung zum jährlichen Meeting der „Society for Heart and Vascular Metabolism“ zum Thema \"Cardiovascular disease in the metabolic syndrome: Linking metabolism, inflammation and heart disease\".
Neben den Beiträgen einer international anerkannten Faculty werden auch mehrere Vorträge aus eingereichten Abstracts ausgewählt und insgesamt 4 Abstracts mit einem Early Investigator Award ausgezeichnet.
Keynote speakers:
- Paul Ridker
- Jean-Claude Tardif
- Christoph Binder
- Christine Des Rosiers
Abstract submission deadline:
20 March 2023
Early bird payments:
21 April 2023
Registrations and late payment:
15 May 2023
Details unter https://shvm2023.azuleon.org/welcome\">https://shvm2023.azuleon.org/welcome
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Ultraschnelles Insulin für ein effektives Blutzuckermanagement
„Schnell wirkende Insulinanaloga haben im Vergleich zum Humaninsulin den Vorteil, dass sich mit ihnen Blutzuckerspitzen nach den Mahlzeiten leichter abfangen lassen und Unterzuckerungen durch zu lange Wirkung vermieden werden können“, erklärt Eva Svehlikova von der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie der Med Uni Graz und Erstautorin der nun in Diabetes Care veröffentlichten Studie. „Diese Produkte sollen den Insulinspiegel besser an die natürliche Ausschüttung von Insulin anpassen und es ermöglichen, das Insulin zu oder sogar nach den Mahlzeiten zu verabreichen. Doch Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die schnellen Insuline etwa 15 bis 20 Minuten vor dem Essen injiziert werden müssen, um den Blutzuckerspiegel optimal einzustellen.“
Vor etwa zwei Jahren wurde ein neues, ultraschnelles Insulinprodukt — AT247, eine Neuformulierung von Insulin aspart mit 100 IU/ml (U100) — an der Med Uni Graz untersucht. Dabei hat die Neuformulierung von Insulin aspart schon in der U100-Standard-Konzentration eine deutlich schnellere Verfügbarkeit und Wirkung gezeigt als die bisher am Markt befindlichen Insulin aspart-Formulierungen. In der aktuellen Studie wurde nun untersucht, ob die ultraschnell wirksamen Charakteristika auch in der U500-Variante beibehalten werden können.
Neues, ultraschnelles U500-Insulin in der klinischen Entwicklung
Die aktuelle Studie an Typ-1-Diabetiker*innen konnte zeigen, dass AT278 nach der Injektion ebenfalls schneller in den Blutkreislauf kommt und dadurch auch schneller wirkt, selbst wenn es in hoher Konzentration und somit über ein geringeres Injektionsvolumen verabreicht wird.
Derzeit gibt es keine hochkonzentrierten, schnellen Insulinprodukte auf dem Markt. AT278 hat somit das Potenzial, das erste derartige Produkt zu sein, das Diabetiker*innen zur Verfügung steht. „Die Veröffentlichung der Studiendaten in einem Peer-Review-Journal fördert die Sichtbarkeit von AT278 als vielversprechendes Insulinprodukt der nächsten Generation, das mit seinem überlegenen PK/PD-Profil die glykämische Kontrolle nach dem Essen verbessern sollen. Weiters ermöglicht es die Reduzierung des Injektionsvolumens und das Vermeiden von Aufteilen der Einzeldosis in mehrere Injektionen bei Diabetiker*innen mit hohem täglichen Insulinbedarf“, so Eva Svehlikova. Ein hochkonzentriertes, schnelles Insulin könnte auch einen entscheidenden Schritt in Richtung Miniaturisierung in der Diabetestechnologie ermöglichen und die Entwicklung der nächsten Generation von Insulinpumpen vorantreiben.
Steckbrief: Eva Svehlikova
Eva Svehlikova ist Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie und Leiterin der Clinical Trials Unit am Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung der Medizinischen Universität Graz. In der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Thomas Pieber an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie, Universitätsklinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz, widmet sie sich schwerpunktmäßig der klinischen Diabetes- und Stoffwechselforschung.
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Ein Delir (auch bekannt als akutes Verwirrtheitssyndrom oder akute Hirnorganstörung) ist ein Zustand, der durch plötzliche Verwirrtheit und Desorientierung gekennzeichnet ist. Patient*innen, die an einem Delir leiden, können Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren, zu sprechen, zu denken oder zu handeln. Sie können Halluzinationen oder Wahnvorstellungen haben, die oft unangenehm oder beängstigend sind.
Ein Delir tritt in der Regel plötzlich auf und kann bei jeder und jedem auftreten. Es kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, wie z.B. durch Infektionen, Dehydrierung, Medikamenten- oder Alkoholmissbrauch, Mangelernährung oder durch plötzliches Absetzen von Medikamenten.
Es ist wichtig, ein Delir frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, da es das Risiko von Komplikationen wie Stürzen, längeren Krankenhausaufenthalten und langfristigen kognitiven Beeinträchtigungen erhöhen kann.
Am 15.03.2023 ist der Weltdelirtag
Am 15.03.2023 findet der Weltdelirtag (#WDAD2023) statt. Die Medizinische Universität Graz und das LKH-Univ. Klinikum Graz beteiligen sich zu diesem Zweck in enger Kooperation an einer weltweiten http://www.wdad-study.center/\" target=\"_blank\">Studie zum Delir. „Das Ziel der Studie ist es, die Delirprävalenz zu erheben und das Delirmanagement zu evaluieren, um so langfristig die Patient*innen-Sicherheit zu erhöhen. Wir freuen uns besonders, dass hier auch das Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien und auch das Landeskrankenhaus Innsbruck Teil der Studie sind“, so Magdalena Hoffmann (Studienleitung für Österreich, Research Unit for Safety and Sustainability in Health Care, Medizinische Universität Graz und LKH-Univ. Klinikum Graz). Der Partner am LKH-Univ. Klinikum Graz ist neben der Stabsstelle für Qualitäts- und Risikomanagement, Stefan Sumerauer (Advanced Practice Nurse, Schwerpunkt Demenz und Delir, LKH-Univ. Klinikum Graz).
Weiters nimmt das LKH-Univ. Klinikum Graz an der weltweiten Aktion \"Pass the Delirium Awareness Flag around the World\" teil. Dazu wird eine Delir-Flagge ausgehend von Deutschland an mehr als 110 Mitarbeiter*innen in verschiedenen Krankenhäusern in mehr als 27 Länder der Welt geschickt, um mehr Bewusstsein für das Delir und seine Folgen für die Patient*innen und deren Angehörigen zu schaffen.
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Neben dem Rektorat und dem Senat bildet der Universitätsrat das oberste Leitungsgremium der Universität. Das Gremium besteht an der Med Uni Graz aus sieben Mitgliedern. Drei Mitglieder benennt der Senat, weitere drei Mitglieder die Bundesregierung. Diese sechs Universitätsratsmitglieder wählen den Vorsitz und ein siebentes Mitglied. In der heutigen konstituierenden Sitzung wurde Michael Heinisch als siebentes Mitglied bestätigt und zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Michael Heinisch wurde 1967 geboren und absolvierte das Diplomstudium sowie das Doktorat der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 2001 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung der Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH. Die Vinzenz Gruppe ist an neun gemeinnützigen Krankenhäusern, drei Pflegehäusern, der HerzReha Bad Ischl und weiteren Gesundheitsunternehmen beteiligt. Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer ist er seit 2005 als Lektor im Bereich Health Care Management an der Wirtschaftsuniversität Wien und seit 2011 auch an der Donau Universität Krems tätig. Seit 2018 ist er Mitglied des Universitätsrats der Med Uni Graz.
Die Mitglieder des Universitätsrates an der Med Uni Graz
- Univ.-Prof.in Dr.in Iris Eisenberger, M.Sc. (LSE)
- Univ.-Prof. MMag. Dr. Alfred Gutschelhofer
- Dr. Michael Heinisch, Vorsitzender
- Univ.-Prof.in Dr.in Sylvia Knapp, MD, PhD, Stv. Vorsitzende
- Dr. Winfried Pinggera, Stv. Schriftführer
- Mag.a Bettina Theresia Resl, Schriftführerin
- Ass.-Prof.in PDin Dr.in Annemarie Weißenbacher, DPhil
Mit der https://www.fwf.ac.at/de/news-presse/news/nachricht/nid/20230313-0\">Exzellenzinitiative excellent=austria schlägt Österreich ein neues Kapitel in der Grundlagenforschung auf: Fünf Exzellenzcluster werden ab Sommer 2023 an elf Standorten kooperative Projekte in noch nie dagewesener Dimension starten. Seitens des FWF sowie der beteiligten Forschungsstätten steht ein Investitionsvolumen von 135 Millionen Euro zur Verfügung, um Spitzenforschung zu Zukunftsthemen für die ersten fünf Jahre der geplanten zehnjährigen Laufzeit zu finanzieren. Wissenschaftsminister Martin Polaschek und FWF-Präsident Christof Gattringer gaben in Wien die lang erwarteten Förderentscheidungen bekannt. Die Medizinische Universität Graz ist am neuen Cluster \"Microbiomes Drive Planetary Health\" beteiligt.
Microbiomes Drive Planetary Health
Mikrobiome – Gemeinschaften von Mikroorganismen, die alle Ökosysteme und Lebewesen besiedeln – sind für die Gesundheit unseres Planeten und seiner Bewohner von wesentlicher Bedeutung. In diesem Exzellenzcluster arbeiten 30 Wissenschafter*innen verschiedener Fachgebiete aus sieben Forschungsstätten daran, gemeinsame Grundprinzipien von Umwelt-Mikrobiomen und Mikrobiomen des Menschen zu entschlüsseln. Ziel ist es zu ergründen, wie Mikrobiome die Gesundheit unseres Planeten steuern. Mit diesem Wissen wird der globale Wandel besser vorhersagbar und gleichzeitig die gezielte Beeinflussung von Mikrobiomen als innovative Lösung für eine nachhaltige Zukunft ermöglicht. „In unserem Exzellenzcluster schaffen wir völlig neue Synergien, indem wir die Grenzen zwischen roter und grüner Mikrobiomforschung in Österreich auflösen und somit direkt Medizin mit Umweltforschung verknüpfen. Wir wollen die Grundprinzipien von Mikrobiomen verstehen lernen, um dann durch deren Modellierung und gezielte Beeinflussung die planetare Gesundheit stärken“, so Michael Wagner von der Universität Wien, Director of Research des Exzellenzclusters. Die Medizinische Universität Graz ist Teil dieses Clusters. Christine Moissl-Eichinger und ihre Forschungsgruppe werden ihr großes Know-how rund um die Mikrobiomforschung einbringen.
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Weggefährt*innen, Kolleg*innen sowie ehemalige PhD-Student*innen des Jubilars aus den Bereichen Molekularbiologie, Biophysik und Histologie präsentierten ihre Arbeiten zu zellulären Veränderungen, die Alterung und alterungsbedingten Erkrankungen zugrunde liegen.
In einer kürzlich veröffentlichten Studie https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36473898/\">(Bresilla et al., SciRep 2022) konnten Forscher*innen der Med Uni Graz zeigen, dass alterungsbedingte Veränderungen auf zellulärer Ebene bereits in verhältnismäßig jungem Alter auftreten und gewebespezifische Unterschiede zwischen den Geschlechtern bestehen. Dies legt nahe, dass Anti-Aging Interventionen bereits in jungen Jahren beginnen sollten.
Michael Sturek (CorVus Biomedical, Indianapolis), Miroslava Rabajdova (Pavel Jozef Safarik University, Kosice), Jadoon Khan (Comsats University, Islamabad), Rizwan Alam (Quaid-i-Azam University, Islamabad) und Markus Waldeck-Weiermair (Harvard Medical School) konnten als internationale Sprecher*innen in Graz begrüßt werden. Jesse Hay (University of Montana) und Warisara Parichatikanond (Mahidol University, Bangkok) präsentierten ihre Forschungsergebnisse virtuell.
Komplementiert wurde das Programm durch Posterpräsentationen von PhD-Studierenden, welche die Gelegenheit nutzten, mit internationalen Expert*innen unterschiedliche Aspekte der Alterung zu diskutieren. https://ris.medunigraz.at/de/persons/3d1ade7f-5b4b-43eb-96dd-76f443b017cc\">Martin Hirtl wurde für seine Arbeit zur Charakterisierung von potentiellen Wirkstoffen, welche gezielt die mitochondriale Kalziumaufnahme modulieren mit dem Posterpreis ausgezeichnet.
Die Abhaltung des Symposiums wurde durch Förderungen des Landes Steiermark, des Grazer Bürgermeisterinnenamts sowie der Österreichischen Forschungsgesellschaft (ÖFG) ermöglicht und durch das Doktoratskolleg DK-MCD sowie durch den Dekan für Doktoratsstudien unterstützt.
Die Organisatorinnen des Symposiums, Corina Madreiter-Sokolowski und Karin Osibow, bedanken sich für die zahlreiche Teilnahme und den regen wissenschaftlichen Austausch!
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Ziel dieses Workshops ist es, österreichischen Forschenden verschiedener Disziplinen den Zugang zu diesem Netzwerk und Möglichkeiten zu dessen Nutzung aufzuzeigen. Die genauen Themengebiete und Beispiel werden abhängig gemacht von den Wünschen der Teilnehmer*innen.
Der Platz ist begrenzt auf 30 Personen. Bei Überbuchung gilt die Reihenfolge der Registrierung.
Zeit: Donnerstag, 27.04.2023, 09:00 – 17:00 Uhr, Universität Mozarteum, Salzburg (Informationen erhalten Sie nach erfolgreicher Anmeldung.)
Registrierung unter: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/EGI_Workshop\">https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/EGI_Workshop
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Der weibliche Zyklus, insbesondere die Phase der Monatsblutung, kann die Leistungsfähigkeit stark beeinflussen. Für Sportlerinnen bedeutet das eine weitere Herausforderung, wenn Trainings und Wettbewerbe in „ungünstige Zeiten des monatlichen Zyklus“ fallen, wie Shiffrin in ihrem Interview verdeutlichte.
Östrogen, Progesteron, Follikel
Doch was passiert während des Zyklus? Am Anfang steht die Periode: „Das ist die Phase, in der die Schleimhaut der Gebärmutter abgestoßen wird, wenn keine Schwangerschaft eingetreten ist“, erklärt https://ris.medunigraz.at/de/persons/2612fd19-d8fe-4c18-9a34-f4f7a756cdbb\" target=\"_blank\">Gerda Trutnovsky, stellvertretende Leiterin der Klinischen Abteilung für Gynäkologie an der Med Uni Graz. „Zu diesem Zeitpunkt sind die weiblichen Sexualhormone – also das Östrogen und Progesteron – sehr niedrig.“ Viele Frauen sind dann laut Trutnovsky eher müde und abgeschlagen.
Darauf folgt die Follikelphase, die Zeit zwischen Regelblutung und Eisprung: „Da fühlen sich viele Frauen auch am leistungsfähigsten“. Sobald es in der Mitte des Zyklus zum Eisprung kommt, ist das Gelbkörperhormon (Luthenisierungshormon LH) relativ hoch: „Das kann dann auch zu Flüssigkeitseinlagerungen im Körper führen. Die Hormone sinken dann langsam wieder ab und sofern keine Schwangerschaft eingetreten ist, kommt es wieder zur Regelblutung“, so die Gynäkologin.
Wie sehr der Zyklus die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, sei wissenschaftlich nicht einheitlich belegbar. Manche Studien hätten laut Trutnovsky einen Zusammenhang zwischen Zyklusphasen und Leistungsfähigkeit gefunden, während andere keine Zusammenhänge erkennen können. „Es gibt auch Studien, die Sportlerinnen nach ihrem subjektiven Empfinden befragt haben. Fast alle haben gesagt, dass sie einen Zusammenhang zwischen ihrem Zyklus und ihrer körperlichen Leistung sehen.“
Die athletische Triade
Der Einfluss des Zyklus auf das tägliche Leben kann laut Mireille van Poppel, Bewegungswissenschaftlerin und Vizerektorin an der Uni Graz, sehr individuell sein. „Manche Frauen erfahren überhaupt keine Unterschiede, während ihres Zyklus – andere hingegen schon. Wir wissen aber auch, dass Sport die Menstruation beeinflussen kann, das geht dann in die andere Richtung.“
Die Rede ist von der sogenannten athletischen Triade, die vorrangig Frauen im Leistungssport betrifft. Dabei leiden die Sportlerinnen unter einer Essstörung, ausbleibender Menstruation und Osteoporose. „Das passiert dann, wenn jemand ein relatives Energiedefizit hat. Die Energieaufnahme über die Ernährung reicht nicht aus, um dem ganzen Ausmaß der Bewegung entgegenzuwirken.“
Obwohl bis etwa 50 Prozent der Leistungssportlerinnen von der athletischen Triade betroffen oder diesbezüglich gefährdet sind, gibt es laut van Poppel insgesamt zu wenig Aufmerksamkeit für das Thema: „Das Phänomen ist aber eigentlich leicht zu verhindern, wenn auf die Balance zwischen Sport und Ernährung geachtet wird.“
Menstruationsurlaub
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf sogenannten Menstruationsurlaub. In Österreich ist es jedoch möglich, sich aufgrund von Menstruationsbeschwerden krankschreiben zu lassen. Spanien verabschiedete im Februar 2023 als erstes europäisches Land ein Gesetz für den \"Menstruationsurlaub\". Damit haben Frauen das Recht, jeden Monat bis zu drei Tage der Arbeit fernzubleiben. In Südkorea haben weibliche Angestellte ebenfalls Anspruch auf Menstruationsurlaub. Nehmen sie diesen nicht in Anspruch, erhalten sie zusätzliche Bezahlung.
Weiterhin ein Tabu
Der weibliche Zyklus, insbesondere die Regelblutung, ist auch im 21. Jahrhundert noch weitgehend ein Tabuthema – nicht nur im Sport. Das wirkt sich nicht nur auf das tägliche Leben aus, sondern reicht bis in die Wissenschaft und Medizin.
„Die Datenlage zu Menstruation und Sport ist nicht so ausgeprägt und die Daten, die es gibt, sind oft widersprüchlich“, so die Expertin. Um das zu ändern, müsse mehr Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt werden. Sportlerinnen, die ihren Menstruationszyklus offen ansprechen, seien deshalb umso wichtiger.
Textnachweis: Sarah Marie Piskur, Kleine Zeitung: https://www.kleinezeitung.at/lebensart/gesundheit/6260124/Menstruation-Eisprung_So-beeinflusst-der-weibliche-Zyklus-die\">https://www.kleinezeitung.at/lebensart/gesundheit/6260124/Menstruation-Eisprung_So-beeinflusst-der-weibliche-Zyklus-die
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Früherkennung von Hautkrebs durch Vorsorge per App
Als Hautkrebs werden verschiedene bösartige Hauterkrankungen bezeichnet, wobei der weiße Hautkrebs am häufigsten vorkommt, gefolgt vom wesentlich gefährlicheren schwarzen Hautkrebs. Für beide Formen ist vor allem übermäßiges UV-Licht verantwortlich, aber auch etwa genetische Veranlagung und erblich bedingte Erkrankungen spielen eine Rolle. Wie bei vielen Krebsarten ist auch hier die Früherkennung entscheidend, denn wenn Hautkrebs frühzeitig erkannt und behandelt wird, sind die Heilungschancen grundsätzlich hoch. Um vor allem die Vorsorge zu erleichtern, wurde die App SkinScreener des Grazer Softwareentwicklers medaia GmbH entwickelt. Mittels Smartphone werden Muttermale, verschiedene Hautläsionen oder Ähnliches fotografiert, das Foto wird dann durch ein klinisch erprobtes neuronales Netzwerk analysiert. Der Risikostatus für Hautkrebs wird durch einen leicht verständlichen 3-Farben-Code (geringes, mittleres, hohes Risiko) angezeigt. „Damit bietet die App eine einfache und intelligente Möglichkeit, neben den regelmäßigen dermatologischen Untersuchungen das persönliche Risiko von veränderten Hautstellen zu kontrollieren“, beschreibt https://ris.medunigraz.at/de/persons/76049ae1-ff72-4ce0-82e1-b2f562adafc7\" target=\"_blank\">Michael Tripolt, Co-Founder der medaia GmbH und Dermatologe an der https://dermatologie.medunigraz.at/\">Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Med Uni Graz.
Theorie vs. Praxis: künstliche Intelligenz per App im Test
Um die Effizienz der App zur Erkennung von Hautveränderungen erstmals in der Klinik zu prüfen, führte das Team der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie der Med Uni Graz eine prospektive klinische Studie durch. Dabei ging es vor allem darum, die diagnostische und risikobasierte Genauigkeit der neuronalen Netzwerke (ANALYZE und DETECT), die in der App zur Anwendung kommen, zu evaluieren. Patient*innen, die entweder zu einer Routine-Hautkrebsvorsorgeuntersuchung oder zur Entfernung von einer oder mehreren Läsionen vorgesehen waren, konnten an der Studie teilnehmen. Die Teilnehmer*innen wurden von zumindest zwei Dermatolog*innen und vom integrierten, auf künstlicher Intelligenz basierenden Algorithmus auf verschiedenen Smartphones untersucht. Die Läsionen, die für diese Studie gespeichert wurden, wählten die untersuchenden Dermatolog*innen zufällig aus. Die Risikoeinschätzung des Algorithmus wurde als „korrekt“ gewertet, wenn sie der Einschätzung beider Dermatolog*innen oder einer vorhandenen Histologie entsprach.
Korrekte Risikoeinschätzung verschiedener Hautläsionen per Smartphone
An der Studie nahmen 238 Patient*innen (152 Männer, 86 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 66 Jahren teil, insgesamt wurden 1 171 Läsionen analysiert. Das Ergebnis ist eindeutig: Den neuronalen Netzwerken gelang es, das Risiko von verschiedenen Hautläsionen mit einer hohen diagnostischen Genauigkeit richtig einzuschätzen. Sowohl der DETECT-Algorithmus (96,4 %) als auch der ANALYZE-Algorithmus (95,35 %) weisen eine Sensitivität und Spezifität von über 95 % auf. „So konnten wir zeigen, dass diese Netzwerke als nützliche Werkzeuge zur korrekten Risikoeinschätzung verschiedener Hautläsionen genutzt werden können. Die Wahrscheinlichkeit, dass Hautkrebs durch die Anwendung des Algorithmus tatsächlich erkannt wird, ist sehr hoch und spricht einmal mehr für den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Medizin“, fasst https://ris.medunigraz.at/de/persons/279477fd-80aa-4c92-a8f5-31931825554b\" target=\"_blank\">Teresa Maria Kränke von der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, Med Uni Graz, die Ergebnisse zusammen.
Einsatz von KI als wichtige Stütze für das Gesundheitssystem
Angesichts des weltweit hohen Einsatzes und Gebrauches von Smartphones liefern die Studienergebnisse ein vielversprechendes Resultat. „Die Früherkennung von Hautkrebs könnte weiterhin verbessert werden, wodurch es einerseits zu einer geringeren epidemiologischen Belastung durch metastasierte Tumoren und andererseits zu einer Reduktion der Kosten für das Gesundheitssystem kommen würde. Außerdem vereinfachen diese neuronalen Netzwerke die Handlungsfähigkeit von Patient*innen, speziell in Regionen mit einer geringen Dichte an Ärzt*innen“, so das Fazit der Mediziner*innen.
Steckbrief: Teresa Maria Kränke
Teresa Maria Kränke studierte Humanmedizin an der Med Uni Graz, arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, wo sie 2020 auch ihre Facharztprüfung im Bereich Dermatologie und Venerologie ablegte. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Dermatoskopie und Dermatoonkologie, also der Diagnostik und Therapie bösartiger Hauttumoren.
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Bitte geben Sie bei der Anmeldung die SFB-Projektnummer des Konzeptantrags und Ihre Forschungsstätte an.
Zeit: Dienstag, 14. März 2023, 09:00 – 12:30 Uhr (Meetingraum öffnet ab 08:45 Uhr) virtuelles Meeting über Webex (Erhalt des Zugangslinks vor der Veranstaltung)
Anmeldung bis spätestens 10.3.2023 unter https://eveeno.com/180502063\">https://eveeno.com/180502063
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Historisch betrachtet geht der Weltfrauentag auf eine Initiative der deutschen Sozialistin Clara Zetkin zurück, die sich auf der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1910 dafür einsetzte. Der Tag sollte in erster Linie dazu dienen, das Wahlrecht für Frauen zu erkämpfen. Andere Punkte waren der Kampf gegen die Kriegsgefahr, der Kampf um Fürsorge für Mütter und Kinder und der Kampf gegen steigende Lebensmittelpreise. Eine intensivere Zusammenarbeit von organisierten Frauen in den einzelnen Ländern sollte helfen, die Ziele besser durchzusetzen. Am 19. März 1911 wurde dann in Deutschland, Österreich-Ungarn, der Schweiz und Dänemark der erste Frauentag gefeiert. 1921 wurde der 8. März offiziell zum Internationalen Frauentag erklärt.
Im Nationalsozialismus wurde der Weltfrauentag verboten und durch den Muttertag ersetzt. In jener Zeit wurde das Bild der Frau als Mutter besonders geprägt, der Kampf für Frauenrechte geriet durch das propagierte Bild der Frau in den Hintergrund. Erst in den 1970er Jahren wurden, initiiert durch die neue Frauenbewegung, am Weltfrauentag wieder politische Forderungen erhoben – allem voran jedoch die Forderung nach Solidarität unter den Frauen.
Mittlerweile steht der Weltfrauentag im Zeichen der Chancengleichheit. Es geht um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben, gekoppelt an gerechte Entlohnung und Zugang zu Ressourcen.
Dem Anlass entsprechend wollen wir Ihnen auch heuer einen kurzen Einblick in die Gleichstellungs- und Frauenförderungsinitiativen der Medizinischen Universität Graz geben.
Aktuelle Projekte und Initiativen sind z. B.:
- Stipendium 8. März (Aus)Zeit für Wissenschaft 2023 - Aktuelle Ausschreibung ab heute!
- GenderNOW! - die Vernetzung der Gleichstellungsabteilungen der vier Grazer Universitäten - lädt anlässlich des Internationalen Frauentages zum Theaterstück \"Sternen Frauen\" in die Aula der TU Graz, Rechbauerstraße 12/1. OG ein
\tTermine: 8.03.2023, 17:00 Uhr und 9.03.2023, 11:00 Uhr - Connecting Women – Netzwerk für Wissenschafterinnen: Wissenschafterinnen in verschiedenen Karrierestufen bekommen gezielte Angebote zum Austausch, zur Information und zur Vernetzung. Dadurch sollen sich auch langfristig Kontakte und Kooperationen innerhalb der Gruppen, aber auch übergreifend bilden.
- Erweiterung kinderCAMPUS: Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen, erweitern wir in den Jahren 2023 und 2024 unser bestehendes Kinderbetreuungsangebot im kinderCAMPUS massiv um insgesamt zwei weitere Kinderkrippengruppen und eine weitere Kindergartengruppe. Unsere Mitarbeiter*innen schätzen die Möglichkeit unserer qualitativ hochwertigen betriebsinternen Kinderbetreuungsmöglichkeit und oft ist es ein weiterer Faktor, sich für eine berufliche Laufbahn an der Med Uni Graz zu entscheiden. Auch wenn Familienförderung natürlich nicht nur Frauen betrifft, wissen wir doch, dass eine funktionierende Kinderbetreuung für viele unserer Mitarbeiterinnen einen wichtigen Baustein für ihre Karriere darstellt.
Weitere laufende Projekte und Initiativen sind z. B.:
- Anti Bias und alternative Leistungsbewertung
- Fokusgruppe Frauenförderung: laufende Evaluierung und Analyse der bestehenden Angebote zur Frauenförderung
- Inhaltliche Weiterbildungsangebote rund um Gender und Diversität für Mitarbeiter*innen
- Spezifische Weiterbildungsangebote (Karriereplanung, Bewerbungstraining etc.) für Frauen, veranstaltet durch die GENDER:UNIT sowie im Rahmen des „Potenziale 8“ Projektes in Kooperation mit den Grazer Universitäten
- Mobilitätsstipendien für Wissenschafterinnen
- Mobilitätsstipendien für Wissenschafter*innen bei Auslandsaufenthalten mit Familie
- Coaching für Wissenschafterinnen
- Fokus Führen: Coaching für Wissenschafterinnen mit Führungsaufgaben
- Gender Mainstreaming (Geschlechtervielfalt, Gender Controlling, Gender Budgeting, …)
- Folder zur Anwendung geschlechterinklusiver Sprache
- Preis für Abschlussarbeiten mit Gender Bezug
- Servicestelle für Vereinbarkeit: Information, Beratung und Angebote zur Kinderbetreuung (kinderCAMPUS der Med Uni Graz, Ferienangebote, flexible Betreuungsmöglichkeiten, …), Informationen und Beratung zu Dual Career und Pflege von Angehörigen
Auch im Jahr 2023 bleibt somit der Bereich der Frauenförderung und Gleichstellung ein zentrales Thema für unsere Universität. Wir werden weiterhin daran arbeiten, durch gezielte Maßnahmen, Projekte und Förderungen, die Universität als Ort der Chancengleichheit der Geschlechter zu gestalten.
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https://www.medunigraz.at/frontend/user_upload/themen-pr/pdf/merag_courses_2023.pdf\">Courses Overview
Animal Experimentation
- Basic training course in laboratory animal science, Mouse module (10.03. and 13.03.2023)
- Basic course in laboratory animal science EU function A, implementation of procedures with animals, (former FELASA B) (24.04.-28.04.2023)
Biostatistics and Bioinformatics
- Basic statistics and group comparison in SPSS for life sciences (03.04.-04.04.2023)
- Data management (12.04.2023)
- Analysis of variance and regression in SPSS for life sciences (17.04.-18.04.2023)
- Survival and categorical data analysis in SPSS for life sciences (10.05.2023)
- Statistical errors in medical research (16.05.2023)
- Short introduction to Linux and command line data analysis (16.03.2023)
- Introduction into R for Life Science Researchers (25.04.2023)
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Katharina Eberhard
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Blutgerinnung nimmt auf viele Krankheiten Einfluss
Wie aktuelle Studien zeigen, spielt die Blutgerinnung auch bei einer Reihe von Erkrankungen, die nicht unmittelbar mit klinischen Blutungs- oder Thromboseereignissen in Verbindung stehen, eine Rolle, wodurch die Blutgerinnung in den letzten Jahren in den Fokus von interdisziplinären Forschungsprojekten gerückt ist. An der Medizinischen Universität Graz beschäftigen sich Wissenschafter*innen an der https://kinderheilkunde.medunigraz.at/\">Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in der Forschung schwerpunktmäßig schon längere Zeit mit der pädiatrischen Hämostaseologie. Vor allem im Bereich primäre Gerinnungsstörungen sowie gerinnungsassoziierte Erkrankungen, wie beispielsweise bei der Erforschung der Thromboseneigung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, können die Grazer Expert*innen bereits eine Reihe an Forschungserfolgen vorweisen.
Da die Blutgerinnung jedoch bei einer Vielzahl pädiatrischer Krankheitsbilder von Bedeutung ist, haben die Wissenschafter*innen der Med Uni Graz in den letzten Jahren weitere Forschungsgebiete erschlossen. Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde liefert aufgrund ihrer Interdisziplinarität hervorragende Voraussetzungen für klinische, translationale und grundlagenwissenschaftliche Studien, bei denen das Zusammenspiel der Blutgerinnung mit anderen physiologischen und pathologischen Mechanismen untersucht wird. Unter der Leitung von https://ris.medunigraz.at/de/persons/8b2890d2-e90e-4bab-94b0-0868808df20a\">Axel Schlagenhauf gelang nun die Einwerbung eines hoch dotierten wissenschaftlichen Projektes durch den FWF. „Das bewilligte Projekt mit einer Fördersumme von mehr als 250 000 Euro ist an der Schnittstelle von Hämostaseologie und Hepatologie angesiedelt und untersucht die Aktivierung der Blutgerinnung innerhalb der Leber bei einer Störung des Gallenflusses“, beschreibt Axel Schlagenhauf den Fokus des neuen Projektes.
Leber steuert die Blutgerinnung maßgeblich
Die Leber spielt für die Aufrechterhaltung der funktionellen Blutgerinnung eine wichtige Rolle. „Leberzellen sind die Produktionsstätte einer Vielzahl von Gerinnungsfaktoren, die in den Blutkreislauf abgegeben werden; eine Gerinnungsaktivität selbst findet in einer gesunden Leber nicht statt“, so der Experte. Patient*innen mit schweren Lebererkrankungen entwickeln häufig einen Gallenstau, bei dem sich die im Lebergewebe hergestellten Gallensäuren in der Leber anhäufen. Diese Patient*innen können sowohl Blutungen als auch Thrombosen in anderen Körperregionen entwickeln, da die Balance des Blutgerinnungssystems durch eine verminderte Synthesefunktion gestört ist. Von besonderer Bedeutung ist jedoch die Möglichkeit einer Gerinnungsaktivierung innerhalb der Leber, die zu Ablagerungen von Fibrin führt, dem körpereigenen „Klebstoff“ zum Verschluss von Wunden.
Bereits bekannt ist, dass im Lebergewebe von Patient*innen mit chronischem Gallenstau Fibrinablagerungen entstehen. Diese fördern die Entstehung von Fibrosen, die letztendlich zur Zirrhose der Leber führen können. Unklar war bisher jedoch, was die vorherrschenden Auslöser der Blutgerinnung bei einem Gallenstau sind. Die Forscher*innen rund um Axel Schlagenhauf entdeckten, dass eine Anhäufung bestimmter Gallensäuren im Lebergewebe eine Signalkaskade in Leberzellen auslöst, die eine Aktivierung der Blutgerinnung verursachen kann, ohne dass die Gallensäuren direkt mit den Gerinnungsfaktoren in Kontakt stehen. Aufgrund der aussichtsreichen Datenlage finanziert der FWF nun weiterführende Studien im Rahmen eines Einzelprojektes, um den genauen Mechanismus der Interaktion von Gallensäuren mit der Blutgerinnung innerhalb der Leber zu untersuchen. In dem FWF-Projekt mit dem Titel „Tissue-Faktor-Aktivierung durch Gallensäuren in Hepatozyten“ werden etablierte molekularbiologische und enzymkinetische Methoden mit speziellen an der Med Uni Graz entwickelten Gerinnungsanalysen kombiniert, um die Signaltransduktionsprozesse, welche die besagte Gerinnungsaktivierung verursachen, zu erforschen.
Neue Therapieoptionen bei chronischem Gallenstau im Fokus
Zusätzlich zu diesem Grundlagenprojekt überprüft die Forschungsgruppe in der translationalen ChoCoLi-Studie (Cholestasis and Coagulation in the Liver) in Kooperation mit Peter Kornprat von der https://allgemeinchirurgie.medunigraz.at/\">Klinischen Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Med Uni Graz den Mechanismus bei Kindern und Erwachsenen mit Gallenstau. „Zusammen liefern diese Studien die Basis für zukünftige therapeutische Ansatzpunkte, um bei Patient*innen mit chronischem Gallenstau die Entstehung von Fibrinablagerungen in der Leber zu verhindern und damit ein Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen“, blickt Axel Schlagenhauf in die Zukunft.
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