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Expansions

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The following relational fields can be expanded:

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Steirische Kompetenz in der Tumorforschung international ausgezeichnet


Tumoren des Gehirns gehen nicht nur mit einer Reihe von Einschränkungen der Lebensqualität für Betroffene einher, sie treten außerdem in einer Vielzahl an Ausprägungen mit unterschiedlicher Diagnose in Erscheinung. So stellt vor allem das Glioblastom eine besonders aggressive Form des Hirntumors dar. Grazer ExpertInnen rund um den Neuro- und Molekularpathologen https://ris.medunigraz.at/de/persons/bdcaa2b7-fd18-4818-b6cf-b7dea9c3d1f4\" target=\"_blank\">Johannes Haybäck, Institut für Pathologie, Med Uni Graz, präsentieren nun aktuelle Forschungsergebnisse, die zum besseren molekularen Verständnis über die Entstehung der Glioblastome beitragen und neue Erkenntnisse liefern.


Grazer Tumorforschung: Mit Interdisziplinarität an die Spitze  

Bei Erwachsenen bilden Glioblastome die häufigsten bösartigen Tumoren des Gehirns. Auf Grund des raschen Tumorwachstums entwickeln sich die Beschwerden bereits nach wenigen Wochen bzw. Monaten, wobei anhaltende ungewohnte Kopfschmerzen zu den ersten Symptomen zählen können. Die aktuelle Therapie sieht eine operative Entfernung der Tumormasse bei anschließender Bestrahlung bzw. Radio-Chemotherapie vor. „Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, dass man leider noch immer keine ideale Methode in Händen hält, um tatsächlich mit letzter Sicherheit sagen zu können wo die Tumorgrenzen liegen, da erfahrungsgemäß und in der Literatur gut dokumentiert einzelne Gliomzellen bereits zu einem Zeitpunkt vorhanden sein können an dem man sie aber als Einzelzellen noch nicht detektiert“, erklärt Assoz.-Prof. PD Dr. Dr. Johannes Haybäck, Leiter der Abteilung für Neuropathologie am Institut für Pathologie der Med Uni Graz und Gründungskoordinator des http://www.ccc-graz.at/Seiten/default.aspx\" target=\"_blank\">Comprehensive Cancer Center Graz. Im Rahmen des Forschungsfeldes „Krebsforschung“ nimmt die Medizinische Universität Graz gemeinsam mit dem Comprehensive Cancer Center und dem LKH-Univ. Klinikum Graz eine internationale Vorreiterinnenrolle in der Erforschung von Tumoren ein und verstärkt ihr interdisziplinäres wissenschaftliches Netzwerk mit zahlreichen nationalen und internationalen KooperationspartnerInnen.


Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich die Forschungsgruppe rund um Johannes Haybäck intensiv mit der Erforschung hirneigener Tumoren, insbesondere dem Glioblastom. Gegenwärtig ist das Glioblastom äußerst schwierig zu behandeln, wobei eine endgültige Heilung bislang in der Regel unmöglich ist. Gliome entstehen aus Gliazellen im Gehirn durch Anhäufung von genetischen Schäden, insbesondere von Onkogenen, Tumorsuppressorgenen und Genen welche in Signaltransduktion und Zellzyklusregulation involviert sind. Diese Tumorentitäten zeichnen sich durch ein diffuses Wachstum aus, weshalb es nach Entfernung des Tumors oft zum Auftreten von Rezidiven kommt, bzw. primär ein Resttumor im Körper bleiben kann. Ungefähr die Hälfte aller diagnostizierten Gliome sind Glioblastome. Trotz Fortschritten in der Therapie bleibt die Prognose schlecht. Aus diesem Grund ist ein besseres molekulares Verständnis über die Entstehung von Gliomen und den verbundenen molekularen Alterationen unumgänglich um neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Der Grazer Forschungsgruppe ist es nun erstmals gelungen zu zeigen, dass die sogenannten „eukaryotischen Translationsinitiationsfaktoren (eIF)“ wesentlich an der Entstehung dieser aggressiven Tumorform beteiligt sind.


Tumorentstehung auf Molekülebene erforscht  

Die Translation beschreibt die Bildung von Proteinen in den Zellen aller Lebewesen und damit den essentiellen Prozess der Genexpression, also wie der Genotyp eines Organismus bzw. einer Zelle ausgeprägt wird. Die eukaryotischen Translationsinitiationsfaktoren steuern im Organismus die Initiation der Translation. Eine Deregulation dieses Vorgangs führt zu abnormer Genexpression und folglich zu unkontrolliertem Zellwachstum, das weiter zur Entstehung von Krebs führen kann. Bis jetzt wurden 12 „core“ eIFs charakterisiert. All diese Faktoren haben unterschiedliche Funktionen in der Zellteilung bzw. dem Zellwachstum und können zur Entstehung von Tumoren beitragen. Einige haben tumorsuppressive Eigenschaften, andere fördern die Karzinogenese in diversen Krebsarten. Aufgrund von Analysen von humanem Tumorgewebe, Zellkulturexperimenten und modernsten molekularpathologischen Untersuchungen, gelang es dem Grazer Forschungsteam wesentliche Moleküle und deren funktionelle Einbettung in der Tumorentwicklung aufzuklären. „Ein besseres Verständnis über die molekularen Grundlagen der Entstehung von Tumoren ist die Basis zur zukünftigen Entwicklung neuer Therapieoptionen“, blickt Johannes Haybäck in die Zukunft.


Grazer Tumorforschung international gewürdigt  

Johannes Haybäck durfte jüngst eine höchst ehrenvolle Auszeichnung für seine Forschung entgegennehmen. Im Rahmen des größten europäischen Pathologenkongresses – dem European Congress of Pathology, veranstaltet von der European Society of Pathology – erhielt er den ersten Preis für die beste wissenschaftliche Präsentation. Damit geht dieser Preis erstmals in der Geschichte nach Österreich und betont die internationale Vorreiterrolle der Grazer Tumorforschung, in der die Medizinische Universität Graz, das Comprehensive Cancer Center Graz und das LKH-Universitätsklinikum Graz ihre herausragenden Kompetenzen bündeln.


Weitere Informationen:
Assoz.-Prof. PD Dr. Dr. Johannes Haybäck
Institut für Pathologie
Medizinische Universität Graz
Comprehensive Cancer Center Graz
Tel.: +43 316 385 80594
http://johannes.haybäck@medunigraz.at\">johannes.haybäck@medunigraz.at



rechts im Bild Johannes Haybäck, Med Uni Graz
Preisverleihung anlässlich des European Congress of Pathology

Presse-Information

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Mit Wirkung vom 01.10.2014 wurde https://ris.medunigraz.at/de/persons/8290c85d-f3f1-4d93-846b-c8f23fec7d4b\" target=\"_blank\">Katja SCHWENZER-ZIMMERER vom Rektor zur Universitätsprofessorin für Mund-, Kiefer-und Gesichtschirurgie berufen.

Univ.-Prof .in DDr.in Katja SCHWENZER-ZIMMERER wurde am 06.01.1968 in Würzburg, Deutschland, geboren. Nach der Erlangung der allgemeinen Hochschulreife (Matura) am altsprachlichen Uhland-Gymnasium in Tübingen 1987 studierte sie Humanmedizin und Zahnmedizin an der Medizinischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Ab 1994, nach den Staatsexamina in diesen beiden Studiengängen, absolvierte sie die Facharztausbildung zur Mund-Kiefer-Gesichtschirurgin an den Kliniken für Mund-, Kiefer-und Gesichtschirurgie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Prof. Schwenzer) und an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Prof. Ehrenfeld), die sie 1998 abschloss. 2002 erlangte sie die Zusatzbezeichnung \"Plastische Operationen\".

Anschließend wechselte sie an die Abteilung für Kiefer-und Gesichtschirurgie des Universitätsspitals Basel (Prof. Zeilhofer) und habilitierte sich dort für das Fach Kiefer-und Gesichtschirurgie. Sie führte in Basel (CH) das Interdisziplinäre Zentrum für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und kraniofaziale Fehlbildungen und das Medizinische Versorgungszentrum in Lörrach (D) im Fach Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie als Leitende Ärztin.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der computerunterstützten Chirurgie sowie Morphologie und Physiologie der Lippen-Kiefer-Gaumen-Spaltenbildung, im Themenkomplex „Identität und Gesicht“ sowie in der klinischen Forschung zur 3D-Planung, 3D-Modellierung, 3D-Navigation von Dysgnathien und zur maßgeschneiderten Tumorchirurgie im Hinblick auf Resektion, Rekonstruktion und adjuvante Therapien, insbesondere auch an der Schädelbasis. Seit 1998 nimmt sie alljährlich an humanitären Einsätzen in Nepal, Burma, Indien und zuletzt vorwiegend in Kambodscha teil. Katja Schwenzer-Zimmerer ist verheiratet und hat 2 Kinder.

Einige Impressionen

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Der Springer Verlag prämiert erstmals die besten anwendungsorientierten Abschlussarbeiten renommierter Lehrstühle zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.  

Im April 2015 erfolgte die Ausschreibung des Verlages mit der Aufforderung, bis zum 31. Juli 2015 max. drei Abschlussarbeiten pro Institut aus den Jahren 2014 und 2015 einzureichen. Aus allen eingereichten Arbeiten wurden 15 geeignete Arbeiten von Springer ausgewählt, diese werden nun unter dem Titel „Springer Best of Pflege 2015“ sowohl als gedrucktes Buch als auch als ebook veröffentlicht.


Das Institut für Pflegewissenschaft der Med Uni Graz reichte drei Abschlussarbeiten ein:

Doris Eglseer, BSc MSc (2015)
Sarkopenie und der Zusammenhang mit dem Ernährungszustand älterer Menschen - ein systematischer Literaturreview
Masterarbeit, Betreuung Univ.-Prof. Dr. Christa Lohrmann und Silvia Bauer, BSc MSc

Hemma Prenner, BSc MSc (2014)
Die spirituelle Dimension in der Pflegeausbildung -  Konzeption und Evaluation eines Workshops für Lehrende der Gesundheits- und Krankenpflege
Masterarbeit, Betreuung Dr. Juliane Eichhorn-Kissel und Univ-Prof. Dr. Christa Lohrmann

Florian Schimböck, BSc MSc (2015)
Screening- und Assessmentinstrumente zur Erkennung von Delirien. Eine systematische Literaturübersicht
Masterarbeit, Betreuung: Univ.-Prof. Dr. Christa Lohrmann und Sandra Schüssler, BSc MSc


Wir freuen uns bekannt geben zu dürfen, dass alle drei eingereichten Arbeiten als exzellent bewertet und zur Veröffentlichung ausgewählt wurden und gratulieren unseren NachwuchswissenschafterInnen herzlich zu diesem besonderen Erfolg!

Weitere Informationen dazu finden Sie http://www.springer.com/series/13848\" target=\"_blank\">hier.

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„Innovative Science für Successful Business“ – das war das Motto am Partnering Day des Wissenstransferzentrums Süd – einem Zusammenschluss der fünf steirischen Universitäten sowie der Alpen-Adria Universität Klagenfurt. „The goal of the international Partnering Day is to develop and strengthen cooperation between innovative companies and university scientists” – dieses Ziel war der rote Faden der gelungenen Veranstaltung. Rund 100 TeilnehmerInnen aus Österreich, Deutschland, Großbritannien, Slowenien, Serbien, Tschechien und Ungarn nutzten die einmalige Gelegenheit, um sich zu vernetzen. ForscherInnen konnten interessierten Unternehmen direkt vor Ort ihre Ideen und ihr Know-how präsentieren, während UnternehmerInnen ihren Bedarf offen darlegen konnten. So profitierten beide Seiten unmittelbar und nachhaltigen Kooperationen wurde im persönlichen Gespräch der Weg für eine erfolgreiche Zukunft geebnet.


Zusätzlich bot das wissenschaftliche Programm „Short Oral Presentations“ und „Poster Presentations“ aus den Bereichen der internationalen TeilnehmerInnen. Die Keynote Lecture von Karin Conde-Knape, Johnson & Johnson Innovation Centre London zum Thema „Open Innovation and the seek for differentiated medicine“ rundete das Programm perfekt ab.


Das Programm mit allen Details zum Nachlesen finden Sie https://www.b2match.eu/partneringday2015\" target=\"_blank\">hier.


Einige Impressionen:








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Nicht Krankheiten heilen, sondern vorbeugen: Das ist das Ziel eines neuen Masterlehrgangs an der Med Uni Graz, der in Kooperation mit der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention angeboten wird.


Den https://www.medunigraz.at/themen-studieren/weiterbildung-postgraduate-school/universitaetslehrgaenge/masterlehrgaenge/msc-in-gesundheitsfoerderung-und-praeventionsmanagement-in-unternehmen/\" target=\"_blank\">„Master of Science in Gesundheitsförderung und Präventionsmanagement in Unternehmen“ können alle erwerben, die sich beruflich mit der Erhaltung der Gesundheit am Arbeitsplatz beschäftigen. \t\t\t\t\t


Im Gespräch mit dem Webradio der Grazer Universitäten gibt Lehrgangsleiter Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Med Uni Graz, spannende Einblicke zum innovativen Lehrgang.


https://webradio.uni-graz.at/\" target=\"_blank\">Zum Beitrag

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Im Rahmen des 59. Kongresses der http://www.hno.at/index.php?id=38\" target=\"_blank\">Österreichischen Gesellschaft für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie wurde Dr. https://ris.medunigraz.at/de/persons/6805df87-5cad-4a07-add1-a2618952f1b7\" target=\"_blank\">Matthias Graupp, Klinische Abteilung für allgemeine HNO der Med Uni Graz mit dem Wissenschaftspreis der Gesellschaft ausgezeichnet.


Der junge Wissenschafter erhielt die hohe Auszeichnung für seine Arbeit \"Establishing principles of macromolecular crowding für in vitro fibrosis research of the vocal fold lamina proria\". Darin beschäftigte sich Matthias Graupp mit der Etablierung des sogenannten „Macromolecular crowding“ im Bereich der Narbenforschung in den Stimmlippen.

Bei dieser speziellen Zellkulturtechnik werden durch die Zugabe von inerten Makromolekülen zum herkömmlichen Zellkulturmedium die Fibroblasten in der Zellkultur dazu angeregt eine repräsentative Extrazellulärmatrix zu bilden. Somit kann der Vernarbungsprozess von Stimmlippenfibroblasten effizienter untersucht werden.


Wir gratulieren herzlich zum Wissenschaftspreis!



Matthias Graupp mit Wissenschaftspreis ausgezeichnet

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Jetzt schnell Karten sichern


Am Samstag, den 05. Dezember 2015 feiert der \"Ball der Medizin\" sein glanzvolles Comeback. Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr lädt das Organisationskomitee heuer zum zweiten Mal auf das Parket des Congress Graz. Das Programm am Fest des steirischen Gesundheitswesens ist vielfältig und lädt zum Mitfeiern ein.


Karten sind ab sofort online erhältlich:

Eintrittskarte Vollpreis: EUR 40,00
Eintrittskarte für MitarbeiterInnen der Med Uni Graz, KAGes: EUR 35,00
Eintrittskarte für Studierende, SchülerInnen: EUR 20,00


Alle Informationen rund um den Ball finden Sie http://www.balldermedizin.at/\" target=\"_blank\">online.



Bald füllt sich wieder das Tanzparkett im Grazer Congress

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Mikrobielle Diversität hält gesund


Die Grünlilie gilt als anspruchslose Zimmerpflanze und ist in vielen Wohnungen und Büroräumen zu finden. ForscherInnen von http://biotechmedgraz.at/\" target=\"_blank\">BioTechMed-Graz möchten nun auch andere Lebensräume mit „Chlorophytum comosum“ begrünen, da die auf der Pflanze vergesellschafteten Mikroorganismen die Mikrobengemeinschaft in Räumen deutlich positiv beeinflussen könnten. Nützliche Mikroorganismen seien in der Lage die potentiell krankheitserregenden Mikroben zu verdrängen.


Gutes Raumklima: Zimmerpflanzen schaffen mikrobielle Diversität  

Pflanzen sorgen für Wohlbefinden: Neben den optischen Vorzügen produzieren sie den lebenswichtigen Sauerstoff und reinigen die Luft von gefährlichen Schadstoffen. Nun spricht ein weiterer Grund dafür, sich Zimmerpflanzen in Wohnung und Büro zu holen. Sie stellen eine ausgezeichnete Quelle von nützlichen Mikroorganismen dar, die das Raumklima positiv beeinflussen könnten. Diesen Beweis konnte ein ForscherInnenteam der Grazer Forschungskooperation BioTechMed-Graz kürzlich erbringen. Unter der Leitung von Univ.-Prof.in Dr.in https://online.tugraz.at/tug_online/visitenkarte.show_vcard?pPersonenId=1AC5BD1F755830CD&pPersonenGruppe=3\" target=\"_blank\">Gabriele Berg, Institut für Umweltbiotechnologie, TU Graz und Mitarbeit von Univ.-Prof.in Dr.in https://ris.medunigraz.at/de/persons/9c0e475d-67ea-483f-abca-4741184e9bdd\" target=\"_blank\">Christine Moissl-Eichinger, Med Uni Graz, wurde die Grünlilie – „Chlorophytum comosum“ – untersucht. Die WissenschafterInnen konnten nachweisen, dass die Pflanze durch ihre vergesellschafteten Mikroorganismen die Mikrobengemeinschaft in Räumen deutlich beeinflusst.


Im Experiment wurde die Grünlilie in einem Raum isoliert und die mikrobielle Zusammensetzung (Bakterien, Archaeen und Pilze) von Pflanzenblättern, Luft und Raumoberflächen nach sechs Monaten überprüft. „Interessanterweise blieb die mikrobielle Gemeinschaft auf den Blättern der Pflanze recht stabil“, so Alexander Mahnert, TU Graz, Erstautor der Studie. „Jedoch änderte sich das Raummikrobiom im Vergleich deutlich: Es kam zu einem Anstieg der bakteriellen Diversität. Insgesamt zeigte die mikrobielle Gemeinschaft der Raumoberflächen nach sechs Monaten deutlich den mikrobiellen Beitrag der Pflanze“, berichtet Alexander Mahnert weiter.


Das Mikrobiom: Vielfalt als Quelle der Gesundheit  

Obwohl es sich bei dem Experiment um einen Piloten handelt, wird eines sehr deutlich. Pflanzen haben nicht nur ästhetische Relevanz für unsere Umgebung, sondern stellen eine effiziente Möglichkeit dar, um uns mit nützlichen Mikroorganismen zu versorgen. „Da wir uns die meiste Zeit in geschlossenen Räumen aufhalten, erscheint dieser Aspekt umso wichtiger für die Erhaltung eines gesunden Mikrobioms“, fasst Studienleiterin Gabriele Berg zusammen. Das Mikrobiom – die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die mit dem menschlichen Körper vergesellschaftet sind – spielt eine enorm wichtige Rolle für die Gesundheit. Gerät die mikrobielle Gemeinschaft außer Balance, können entzündliche Darmerkrankungen, Übergewicht, Diabetes und sogar Depressionen die Folge sein. Die Diversität des Mikrobioms scheint bei der Gesunderhaltung die größte Rolle zu spielen. „Die meisten Krankheiten, die mit einer Veränderung des Mikrobioms einhergehen, manifestieren sich in einer Abnahme der Anzahl der verschiedenen Mikroorganismen, der Diversität“, so Christine Moissl-Eichinger. Es ist also enorm wichtig, dem menschlichen Mikrobiom regen Austausch mit Mikroben aus der Umwelt zu ermöglichen.


Das grüne Raumschiff: Pflanzen im All  

In geschlossenen Räumen ist der Austausch von Mikroben jedoch nahezu unmöglich. In der Krankenhausumgebung stellen Intensivstationen beispielsweise verhältnismäßig abgeschlossene Bereiche dar. Christine Moissl-Eichinger kennt noch extremere Beispiele: „Raumschiffe und Raumstationen sind zum Beispiel komplett von der Außenwelt abgeschlossen. Pflanzen in Raumkapseln könnten zukünftig eine gute Option für eine gesunde Mikrobenquelle darstellen.“ Zudem sind nützliche Mikroorganismen in der Lage, potenziell gefährliche Mikroben zu verdrängen. Hier sieht die Wissenschafterin auch einen wichtigen Aspekt für den Einsatz von Pflanzen in der Klinik. „Eine gesund begrünte Krankenhausumgebung tut also nicht nur der Seele gut, sondern beeinflusst auch die körperliche Gesundheit positiv“, so Christine Moissl-Eichinger abschließend.


Weitere Informationen:
Univ.-Prof.in Dr.in rer. nat. Gabriele Berg
Institut für Umweltbiotechnologie
Technische Universität Graz
Tel.: +43 316 873 8310
gabriele.berg@tugraz.at  


Univ.-Prof.in Dr.in Christine Moissl-Eichinger
Universitätsklinik für Innere Medizin
Medizinische Universität Graz
Tel.: +43 316 385 72808
christine.moissl-eichinger@medunigraz.at  

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Das Beamtengras sorgt für gutes Raumklima
Bild: BioTechMed-Graz, Mahnert


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Das Comprehensive Cancer Center Graz (CCC-Graz), eine gemeinsame Einrichtung des LKH-Univ. Klinikum Graz und der Med Uni Graz, vergibt für das Jahr 2015 drei CCC-Thesis Awards, die mit jeweils 500,- Euro dotiert sind. Zwei dieser Preise werden vom CCC zur Verfügung gestellt, einer von der Vereinigung Forschungsförderung MEFO. Der CCC-Thesis Award ist eine Auszeichnung für besondere wissenschaftliche Leistungen und Publikationen. Die Preise sind vor allem Diplomarbeiten und Dissertationen rund um das Forschungsfeld Krebs gewidmet.  

Einreichfrist ist der 15. Dezember 2015.  

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Innovative Kooperation der fünf steirischen Universitäten


55.000 Studierende und rund 10.000 Bedienstete der fünf steirischen Universitäten haben es ab dem Wintersemester 2015/16 noch leichter, steiermarkweit in die Bücherwelt der Wissenschaft einzutauchen. Mit nur einem Ausweis sind ab Semesterbeginn alle Bibliotheken an Uni Graz, http://www.medunigraz.at/bmed/\" target=\"_blank\">Med Uni Graz, Kunstuniversität Graz, TU Graz und Montanuniversität Leoben Studierenden wie Angehörigen aller fünf Universitäten zugänglich. Die Freischaltung für alle oder ausgewählte Bibliotheken erfolgt online über das Informationsmanagement-System der jeweiligen Stammuniversität.


Interuniversitäre Buchleihe leicht gemacht  

5,5 Millionen Bände umfassen die Haupt- und Fachbibliotheken der fünf Universitäten der Steiermark. Während die steirischen Unis vielfach gemeinsame Studienangebote bieten und auch Studien- und Forschungsprogramme immer stärker transdisziplinär angelegt sind, war interuniversitäre Buchleihe bisher immer noch mit einem bürokratischen Aufwand verbunden. Ab dem Wintersemester 2015/2016 können Studierende sowie Bedienstete aller steirischen Universitäten nunmehr andere ausgewählte Bibliotheken im Rahmen der jeweils gültigen Benutzungsordnung bzw. -richtlinien ohne weitere Formalitäten und nach erfolgter Online-Registrierung uneingeschränkt nutzen.


Erster Universitätsstandort mit gemeinsamem Bibliotheksausweis  

Die Bibliotheksdirektorinnen und -direktoren der fünf Unis zeigen sich begeistert von der Einführung dieses neuen Service, welches die Investitionen in wissenschaftliche Literatur einem erweiterten Nutzerkreis zugänglich macht. Stellvertretend nimmt die Bibliotheksdirektorin der TU Graz Ulrike Krießmann zur Einführung des Steirischen Bibliotheksausweises Stellung: „Als erster österreichischer Universitätsstandort können wir in der Steiermark unseren Studierenden und Kolleginnen und Kollegen diesen umfassenden Service anbieten. Der gemeinsame Bibliotheksausweis ist ein weiterer Beweis der guten Zusammenarbeit aller steirischen Universitäten und bringt ganz wesentliche Erleichterungen für alle, die wissenschaftlich arbeiten.“ Die ursprüngliche Idee des gemeinsamen steirischen Bibliotheksausweises geht zurück auf eine Initiative der ehemaligen Bibliotheksdirektorin der TU Graz, Eva Bertha. Nach Überwindung einiger technischer Hürden und notwendiger Systemanpassungen startet dieser Service an allen Universitäten steiermarkweit mit Beginn des Wintersemesters 2015/2016.

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Die Med Uni Graz heißt alle Studierenden im neuen Semester herzlich willkommen. Zahlreiche StudienanfängerInnen nutzten heute die Gelegenheit, sich kurz vor Studienbeginn die ersten Informationen zu holen. Nachdem die Studienrichtungen Pflegewissenschaften, Humanmedizin und Zahnmedizin präsentiert wurden, stellten sich auch das Team der ÖH, der AMSA und der Beratungsstelle Peer 2 Peer vor – wichtige Wegbegleiter für die neuen StudienkollegInnen.  

Die Med Uni Graz wünscht allen StudienanfängerInnen einen guten Semesterstart und viel Erfolg im Studium!

Einige Impressionen

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Grazer Studie sorgt für internationales Aufsehen


Schauspielerin Angelina Jolie steht rund um die Uhr im Fokus der Öffentlichkeit, jegliche Neuigkeit rund um den Hollywoodstar verbreitet sich über die Medien wie ein Lauffeuer. Mit einer Meldung schockte sie jedoch die ganze Welt: Auf Grund ihres genetisch-bedingtem erhöhten Risiko an Brustkrebs zu erkranken, ließ sie sich vorsorglich beide Brüste amputieren und wiederaufbauen. Mit diesem Schritt wurde von ihr ein Zeichen gesetzt, damit sich betroffene Frauen ihrer Optionen bewusst werden. Mit Erfolg, wie WissenschafterInnen der Medizinischen Universität Graz diesen positiven Effekt statistisch belegen konnten. Die publizierten Ergebnisse fanden von den USA bis nach Australien ein breites Internationales Medienecho.


Beispielhaft: Angelina Jolies Entscheidung verbreitet sich weltweit,
wichtige Informationen werden damit medial präsent  

Die Medienberichte über Angelina Jolies Umgang mit Brustkrebs veränderten die Wahrnehmung der Krankheit in der Öffentlichkeit. Speziell in Bezug auf Brustrekonstruktionen konnte wichtige Aufklärungsarbeit geleistet werden. Nach der Entnahme des Tumorgewebes besteht die Möglichkeit einer Rekonstruktion mittels Implantaten oder durch körpereigenes Gewebe. Die Studie unter der Leitung von Ass.-Prof. PD Dr. https://ris.medunigraz.at/de/persons/94797270-c062-452d-8121-56b140bddeeb\" target=\"_blank\">David Benjamin Lumenta, Plastischer Chirurg, Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie der Med Uni Graz, zeigt den Effekt der Bewusstseinsbildung als Folge der medialen Berichterstattung durch die Durchführung zweier Online Befragungen mit je 1.000 weiblichen Teilnehmerinnen.


Belegt: Zahlreiche Frauen setzen sich mit dem Thema Brustkrebs auseinander

Laut den Ergebnissen der Befragung wissen nach der öffentlichen Berichterstattung in den Medien mehr Patientinnen darüber Bescheid, dass Brustrekonstruktionen, nachdem eine oder beide Brüste abgenommen wurden, möglich seien. Ein deutlicher Anstieg wurde in Bezug auf das Wissen über die Rekonstruktion durch körpereigenes Gewebe festgestellt (11,3% Zuwachs). Vor allem das Wissen darüber, dass eine Brustrekonstruktion in derselben Operation möglich ist, in der auch die Brust entfernt wird stieg nach der medialen Mitteilung durch Angelina Jolie stark an (19% Zuwachs). 20,5% der Teilnehmerinnen der zweiten Befragung gaben an, dass die mediale Berichterstattung über Angelina Jolies Entscheidung der Grund dafür war, sich mit dem Thema Brustkrebs intensiver auseinanderzusetzen.


Wirksam: Mediale Effekte sollen zukünftig für Gesundheitsthemen genutzt werden  

Durch die prospektive Studie in Form von zwei Befragungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten wird der Effekt auf das öffentliche Bewusstsein als Folge der medialen Berichterstattung über ein Thema der Gesundheitsvorsorge deutlich. „Vielen Frauen, die an der Erhebung teilnahmen, war zwar bewusst, dass die Rekonstruktion der Brust eine Option ist, weniger wussten jedoch darüber Bescheid, dass diese Rekonstruktion in derselben Operation wie die Brustabnahme erfolgen und von eigenem Gewebe stammen kann“, schildert David Benjamin Lumenta die Ergebnisse. Dr.in https://ris.medunigraz.at/de/persons/ce95bd08-fdd7-42d8-a91e-16f114eaebb3\" target=\"_blank\">Patricia-Beatrice Lebo, Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe und Plastische Chirurgin, unterstreicht, dass das Wissen der Öffentlichkeit über das Thema Brustkrebs gestiegen ist.


Publik: Wichtiger Beitrag für die Gesundheitsvorsorge  

Überraschend kam die Entscheidung von Schauspielerin Angelina Jolie, als sie sich aufgrund eines erhöhten Brustkrebsrisikos vorsorglich die Brüste entfernen ließ. Angesichts einer PatientInnen-orientierten Entscheidungsfindung, die in Zukunft eine zunehmende Rolle im Gesundheitswesen spielen wird, ist es umso wichtiger, Aufklärungsarbeit zu leisten, sodass Patientinnen ihre persönliche Entscheidung über den Umgang mit Brustkrebs treffen können. „Die Ergebnisse sind auch für ExpertInnen auf diesem Gebiet hilfreich, wenn sie Patientinnen über Brustkrebs informieren und behandeln“, hebt David Benjamin Lumenta den Nutzen der Studienergebnisse hervor.


Denn das Beispiel von Angelina Jolie kann dabei ein Anhaltspunkt im Gespräch und für manche Patientinnen ein Vorbild sein. Die Offenlegung aller therapeutischen Optionen schafft nicht nur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung, sondern kann auch für den persönlichen Umgang mit der Krankheit förderlich sein.

Die Erkenntnisse aus dieser Erhebung wurden kürzlich als Publikation in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Cancer“ anerkannt, „ein wichtiger Schritt für die Auseinandersetzung mit diesem Thema“, zeigt sich der Wissenschafter erfreut.


Weitere Informationen:
Ass.-Prof. PD Dr. David Benjamin Lumenta
Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie
Universitätsklinik für Chirurgie
Medizinische Universität Graz
E-Mail: david.lumenta@medunigraz.at
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26414603?dopt=Abstract\" target=\"_blank\">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26414603?dopt=Abstract

Presse-Information

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Der dreitägige Kurs “How to build a Biobank – Learning by doing” rund um den Aufbau bzw. die Weiterentwicklung von Biobanken im internationalen Umfeld ist auf großes Interesse gestoßen, bereits Monate davor waren die Kursplätze ausgebucht. Vizerektorin Irmgard Lippe begrüßte die KursteilnehmerInnen aus 8 verschiedenen Nationen, darunter Ägypten, Deutschland, Finnland, Kroatien, Russland und Zypern. Eine Kombination aus interaktiven Vorträgen, Hands-on Trainings sowie Führungen durch die Einrichtungen der Biobank Graz und das Zentrum für Medizinische Forschung ZMF ermöglichte den TeilnehmerInnen einen umfassenden Einblick in die Prozesse rund um die Biobank. Die Unterstützung der Partner aus den Bereichen Labortechnologie und Lagersystemen ermöglichte es, die KursteilnehmerInnen über die aktuellsten Entwicklungen in der Technologie zu informieren.  

Das positive Feedback der TeilnehmerInnen und die große Nachfrage veranlassen dazu, einen derartigen Kurs auch im nächsten Jahr anzubieten: dieser wird von 23. bis 25. November 2016 stattfinden.

Einige Impressionen

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Internationale Entwicklung am Prüfstand an der Med Uni Graz


Die im Rahmen des EU-Projektes „AP@home“ unter anderem an der Med Uni Graz entwickelte künstliche Bauchspeicheldrüse soll der gefährlichen Unterzuckerung von Typ-1 DiabetikerInnen durch falsch dosierte Insulingaben entgegenwirken. Grazer WissenschafterInnen der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel um Univ.-Prof. Dr. https://ris.medunigraz.at/de/persons/8b13d6ce-c726-44b7-8059-4ad2174028fe\" target=\"_blank\">Thomas Pieber (https://ris.medunigraz.at/de/persons/d6f5db3a-61b5-4bda-8dd7-4bc709558848\" target=\"_blank\">Manuel Holzer,https://ris.medunigraz.at/de/persons/1981401c-62c4-4972-b935-d9e089d29623\" target=\"_blank\"> Harald Kojzar, https://ris.medunigraz.at/de/persons/85302c59-634f-4b4b-adfd-5d19596b9266\" target=\"_blank\">Julia Mader) konnten nun erstmals in einem dreimonatigen Experiment unter realen Lebensbedingungen die Sicherheit des künstlichen Organs bestätigen und ebnen damit den Weg zur Anwendung für Millionen von Betroffenen. Die Ergebnisse dieser Studie konnten bereits in einer der einflussreichsten medizinischen Fachzeitschriften – dem New England Journal of Medicine – publiziert werden und stellen dadurch einen Meilenstein in der Diabetesforschung dar.  


Diabetes Mellitus: Epidemie des 21. Jahrhunderts  

Diabetes Mellitus ist eine der weltweit häufigsten Stoffwechselerkrankungen, wobei aktuell rund 10% der gesamten Weltbevölkerung betroffen sind. So beschreibt beispielsweise die International Diabetes Federation die chronische Erkrankung als Epidemie des 21. Jahrhunderts. Die „Zuckerkrankheit“ kennt zwei verschiedene Ausprägungen: Kann die Bauchspeicheldrüse den Körper gar nicht oder nur unzureichend mit dem lebenswichtigen Insulin versorgen, spricht man von Diabetes Mellitus Typ 1. Ist der Körper jedoch nicht in der Lage das vorhandene Insulin richtig zu nutzen, nennt man diese Form der Erkrankung Diabetes Mellitus Typ-2. „Beim gesunden Menschen wird Insulin durch die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse bedarfsgerecht ausgeschüttet und so der Blutzuckerspiegel auf stabilen Niveau gehalten“, erklärt Ass.-Prof.in PDin Dr.in Julia Mader, Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel der Med Uni Graz. Wenn der Körper wie bei Typ-1 DiabetikerInnen nicht in der Lage ist Insulin zu produzieren, entwickelt sich ein erhöhter Blutzuckerspiegel, welcher bei langjährigem Bestehen zu schweren Organschäden – vor allem an den Nieren – zur Schädigung des Nervensystems sowie der Netzhaut führen kann.  


Individuelle Insulingabe: Gleichung mit vielen Unbekannten  

Derzeit besteht das Diabetesmanagement aus einem dreistufigen Prozess: Mehrmals täglich muss der aktuelle Blutzuckerspiegel an der Fingerkuppe gemessen werden. Daraufhin errechnen die Diabetes-Typ-1 PatientInnen die benötigte Insulinmenge zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels anhand des aktuellen Wertes in Kombination mit der geplanten Mahlzeit und der geplanten körperlichen Betätigung. Schließlich wird die errechnete Insulinmenge mittels Insulinpen oder Insulinpumpe von den Betroffenen selbst verabreicht. „Die Abschätzung des tatsächlichen Insulinbedarfs stellt für Betroffene oftmals eine Herausforderung dar“, weiß Julia Mader. Da der Körper nicht immer gleich auf das verabreichte Insulin reagiert und viele Faktoren wie die Art der Ernährung und der körperlichen Betätigung, aktueller Allgemeinzustand oder Stresssituationen den Blutzuckerspiegel beeinflussen können, birgt die individuelle Insulingabe ein gewisses Risiko. In den letzten Jahren kam es vor allem im Bereich der Glukosemesssysteme zu einer Weiterentwicklung. „Sensoren im Unterhautfettgewebe sind nun in der Lage, kontinuierliche Glukosesignale zu liefern“, erklärt die Grazer Expertin.  


Künstliche Bauchspeicheldrüse: Grazer ExpertInnen bestätigen Sicherheit  

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojektes „AP@home“ wurde eine künstliche Bauchspeicheldrüse entwickelt, welche aus einem Steueralgorithmus für die bedarfsgerechte Insulingabe, einer Insulinpumpe und einem kontinuierlichen Blutzuckermesssystem aufgebaut ist. Internationale ProjektpartnerInnen waren WissenschafterInnen der Universität Cambridge um Prof. Roman Hovorka, ForscherInnen des Profil Stoffwechselforschungsinstitutes in Neuss um Prof. Lutz Heinemann und ExpertInnen der Med Uni Graz rund um Univ.-Prof. Dr. Thomas Pieber, Leiter der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel. Im Clinical Research Center der Med Uni Graz konnte nun die Sicherheit der künstlichen Bauchspeicheldrüse eindrucksvoll bestätigt werden. „Nach ersten 24-Stunden-Experimenten in unserem Forschungszentrum bzw. einwöchigen Heimanwendungen konnte nun auch in einem dreimonatigen Heimexperiment die Wirksamkeit eindrucksvoll bewiesen werden“, freut sich Julia Mader.   Bei 33 erwachsenen PatientInnen mit Diabetes Mellitus Typ 1 wurde die künstliche Bauchspeicheldrüse über drei Monate angewandt und dabei mit der bestmöglichen Standardtherapie (sensorunterstützte Insulintherapie) verglichen. „Der Einsatz der künstlichen Bauchspeicheldrüse lieferte eine signifikante Erhöhung von rund 11% der Zeit im optimalen Blutzuckerzielbereich im Vergleich zur aktuellen Standardtherapie“, berichtet Julia Mader.


Außerdem wies der mittlere Blutzuckerspiegel einen um 11mg/dl niedrigeren Wert auf. „Auch eine Verbesserung des Langzeitzuckers (-0,3% des Diabetesmarkers HbA1c) konnte bei gleichzeitig reduzierten Unterzuckerungen erreicht werden“, so die StudienautorInnen.  


Grazer Forschung schafft Innovationen  

Derzeit finden vielversprechende Weiterentwicklungen der künstlichen Bauchspeicheldrüse an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel im Rahmen zweier EU-Projekte (PCDiab und SPIDIMAN) statt. Kernidee der Weiterentwicklungen sind die Zusammenlegung der Zuckermessung und der Insulingabe im Fettgewebe unter der Bauchhaut. „Dadurch kann die für die Zuckermessung und Insulingabe notwendige Anzahl der Nadelstiche wesentlich reduziert und eine höhere Lebensqualität bei der Diabetestherapie erreicht werden“, so der Wissenschafter Dr. Werner Regittnig. In der Zukunft könnte die künstliche Bauchspeicheldrüse zusätzlich zur Insulininfusion auch bedarfsgerecht Glukagon, den Gegenspieler des Insulins, über den Steueralgorithmus infundieren und somit der Gefahr von Unterzuckerungen entgegenwirken. Durch weiterentwickelte Sensoren und benutzerfreundlichere Systeme mit verbesserten Steueralgorithmen kann zukünftig die Lebensqualität von Millionen DiabetikerInnen wesentlich gesteigert werden.    


Weitere Informationen:
Ass.-Prof.in PDin Dr.in Julia Mader
Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel
Univ.-Klinik für Innere Medizin
Medizinische Universität Graz
Tel.: +43 316 385 80254
julia.mader@medunigraz.at
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1509351\" target=\"_blank\">http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1509351
http://www.apathome.eu/aphome/\" target=\"_blank\">http://www.apathome.eu/aphome/


Das Smartphone als Teil des Blutzuckermanagements



Wirksamkeit der künstlichen Bauchspeicheldrüse eindrucksvoll bestätigt



Einfache Handhabung und Zuverlässigkeit


Presse-Information

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Christian Mattersberger, Institut für Anatomie der Med Uni Graz, erhielt kürzlich für die Erkenntnisse aus seiner Diplomarbeit den Posterpreis im Rahmen des 7. International Symposium of Clinical and Applied Anatomy (ISCAA) in Bratislava. Unter 91 Posterpräsentationen aus 32 verschiedenen Ländern wurde das Poster unter dem Titel „Anatomical investigation of a new CT guided technique for thermocoagulation of the medial branch of the dorsal branch of the lumbar spinal nerve” ausgezeichnet.

In seiner Arbeit beschäftigt sich Christian Mattersberger mit der Entwicklung einer neuen Stichtechnik im Bereich der Lendenwirbelsäule, um chronische Rückenschmerzen zu lindern. Diese Technik wird bei der Thermokoagulation verwendet, bei der PatientInnen mit chronischen Rückenschmerzen gezielt die innervierenden Nerven der Facettengelenke durchtrennt werden. Dadurch können die Nervenfasern das Schmerzsignal nicht mehr an das Gehirn weiterleiten und das Schmerzempfinden verschwindet. Bei der derzeitig durchgeführten Technik, bei der der Nerv nur horizontal erreicht wird, sind die Grundvoraussetzungen für eine gute Thermokoagulation - die größtmögliche Parallelität und Nähe - nicht gegeben. Grund dafür ist der schräge Verlauf des Nervs. Im Zuge der Zusammenarbeit mit Univ.-Ass. OA PD Dr. https://ris.medunigraz.at/de/persons/e48f1371-71b9-45f3-a051-7a172655c3b4\" target=\"_blank\">Georg Feigl, Institut für makroskopische und klinische Anatomie der Med Uni Graz, ist es mit Verwendung des CTs des Instituts gelungen, eine schräge Stichtechnik zu entwickeln. Dadurch sind die erforderliche Parallelität und Nähe gewährleistet, um den Medialen Ast des dorsalen Astes des Rückenmarksnervs zu erreichen. Weltweit konnte dadurch erstmalig eine derartige Technik zumindest auf morphologischer Ebene als durchführbar bestätigt werden, ein wichtiger Beitrag für die Behandlung von PatientInnen mit chronischen Rückenschmerzen.

Die Med Uni Graz gratuliert recht herzlich!


Christian Mattersberger, Institut für Anatomie der Med Uni Graz

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Weiterbildungsmöglichkeiten der Postgraduate School

Ab dem Wintersemester 2015/2016 gibt es für Med Uni Graz Bedienstete http://www.medunigraz.at/index.php?id=4191\" target=\"_blank\">Ermäßigungen und Zeitstipendien für eine Auswahl an Lehrgängen der Postgraduate School der Med Uni Graz.

Ab Sommersemester 2016 startet der neue 2-semestrige Universitätslehrgang „http://www.medunigraz.at/gfu\" target=\"_blank\">Gesundheitsförderung in Unternehmen“ (berufsbegleitend) für Personen, die mit der Planung bzw. Umsetzung von Projekten der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) betraut sind bzw. werden. Wer diese Weiterbildung noch intensivieren möchte, kann unter Anrechnung des ersten Jahres in den 5-semestrigen „http://www.medunigraz.at/themen-studieren/weiterbildung-postgraduate-school/universitaetslehrgaenge/masterlehrgaenge/msc-in-gesundheitsfoerderung-und-praeventionsmanagement-in-unternehmen/\" target=\"_blank\">Master of Science in Gesundheitsförderung und Präventionsmanagement“ einsteigen. Anmeldungen für beide Angebote sind ab sofort möglich.

Ab Herbst 2016 startet der 2-semestrige, berufsbegleitende http://www.medunigraz.at/schularzt\" target=\"_blank\">Universitätslehrgang für SchulärztInnen. Das Angebot bereitet (zukünftige) SchulärztInnen auf das komplexe, stark variierende sowie mit hohen Anforderungen und interdisziplinären Fragestellungen versehene Aufgabengebiet vor.

Für folgende Weiterbildungsmöglichkeiten sind noch Restplätze verfügbar:  

  • Universitätslehrgang Interdisziplinäre Frühförderung und Familienbegleitung (Anmeldung bis 30. September 2015) 
  • MSc Medizinische Genetik (Anmeldung bis 30.September 2015)
  • Basic Dermoscopy Course – Spezialisierung in Auflichtmikroskopie und Hautkrebs-Früherkennung (Anmeldung bis 30. Oktober 2015)  
  • Ausbildung zum/zur akademischen ArbeitsmedizinerIn (Anmeldung bis 30. Oktober 2015)  

Informationen zu allen Lehrgängen und Restplätzen finden Sie http://www.medunigraz.at/ps\" target=\"_blank\">hier.

Neues Weiterbildungsprogramm eDidactics für Lehrende

Ab dem Wintersemester 2015 ist für die Lehrenden der Med Uni Graz das neue http://www.edidactics.at/\" target=\"_blank\">Fortbildungsprogramm eDidactics für den Einsatz von Technologien in der Hochschullehre verfügbar. Als qualitativ hochwertiges Fortbildungsprogramm unterstützt eDidactics Lehrende dabei, ihre Lehrqualifikation mit Kompetenzen beim Einsatz neuer Medien anzureichern und so den aktuellen Bedürfnissen der Studierenden gerecht zu werden.

Call for Papers für wissenschaftliche Konferenz zu „Seamless Learning“

Im Rahmen der http://iunig.at/\" target=\"_blank\">interuniversitären Initiative für neue Medien Graz veranstaltet die Med Uni Graz von 8. bis 9. September 2016 eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Seamless Learning“. Ziel ist es, Lernende mit (adaptiven) Lerninhalten zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in der richtigen Art zu versorgen, nämlich genau dann, wenn das Lernproblem auftritt. Zu dieser Konferenz wurde ein Call for Papers gestartet, Einreichungen sind noch bis 15. Februar 2016 möglich. Gesucht werden sowohl wissenschaftliche Beiträge als auch sogenannte Werkstattberichte, also Erfahrungsberichte aus der Praxis. Weitere Informationen finden Sie http://www.zfhe.at/index.php/zfhe/announcement/view/44\" target=\"_blank\">hier.

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Zum 10-jährigen Jubiläum der http://www.gehirnforschung.at/\" target=\"_blank\">Initiative Gehirnforschung Steiermark INGE St. findet am 12. Oktober 2015 in der Alten Universität Graz ein Symposium zum Thema „Herausforderungen und Perspektiven“ des Fachgebiets der Neurowissenschaften statt. Die INGE St. ist eine etablierte Plattform zum Austausch zwischen ForscherInnen der Neurowissenschaften und verwandten Fachdisziplinen. Die Förderung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit über Einzeldisziplinen hinweg ist dabei ein wichtiges Anliegen. Bei diesem wissenschaftlichen Jubiläumskongress werden renommierte WissenschafterInnen aus Österreich und Deutschland ein breites Spektrum an Themen der Gehirnforschung diskutieren. Im ersten Teil werden Erfolge und Perspektiven ausgewählter Arbeitsbereiche thematisiert, im zweiten Teil geht es um aktuelle Herausforderungen für die Neurowissenschaften.  

Die Kongressteilnahme ist kostenlos, um Anmeldung bis 5. Oktober 2015 unter admin@gehirnforschung.at wird gebeten.  

Weitere Informationen finden Sie im Programm.

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Im Rahmen der Veranstaltung „PlattformQ SALUS 2015\" zum Thema „Evidenzbasierung für mehr Sicherheit in der PatientInnenversorgung – tun wir das Richtige?“ wurde der Steirische Qualitätspreis Gesundheit – SALUS verliehen. Diese Anerkennung zeichnet Aktivitäten im steirischen Gesundheitswesen aus, die für die konsequente Verfolgung systematischer Qualitätsarbeit stehen. Diesjähriges Siegerprojekt ist das kürzlich vorgestellte GlucoTab-System zur Behandlung von Typ 2 Diabetes PatientInnen. Das zertifizierte Medizinprodukt unterstützt das Krankenhauspersonal bei der Insulintherapie, in dem es automatisch die richtige Insulindosierung vorschlägt, wodurch der Krankenhausalltag erheblich erleichtert wird.  

Das GlucoTab-System entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften, JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH und der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel der Med Uni Graz.  

Die Med Uni Graz gratuliert dem erfolgreichen Team recht herzlich!


© Gesundheitsfonds Steiermark/Hutte

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Dienstagmorgen: Zahlreiche SchülerInnen stürmten die Med Uni Graz im Rahmen der KinderUniGraz, um die vielseitige Welt der Medizin zu entdecken. Auf die Kinder warteten die ExpertInnen der Med Uni Graz, um zu zeigen, warum Rauchen so ungesund ist oder was der Lotuseffekt ist.

Bei Dr.in Aida Saric bekamen die SchülerInnen Einblick in den spannenden Bereich der Bionik. Die Wissenschafterin der Biomedizinischen Forschung an der Med Uni Graz berichtete, wie die Technik Ideen aus der Natur sammelt und dem Menschen zu Nutze macht. Ein faszinierendes Beispiel der großartigen Naturphänomene ist die Lotusblume, deren Blätter bekanntlich schmutzabweisend sind. Im Workshop „Nie mehr waschen, geht das wirklich?“ durften die Kinder selbst herausfinden, welche Besonderheit die Oberfläche des Blattes im Vergleich zu anderen Pflanzen bietet und was an diesem Phänomen wirklich dran ist.

Einige Impressionen

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Internationale Richtlinie schafft Transparenz in der Therapie


Schmerzende und steife Gelenke, Entzündungen, beidseitiger Schulterschmerz… so beginnt der Katalog an Symptomen einer typischen rheumatischen Erkrankung – der Polymyalgia rheumatica (PMR). Ähnlich vielfältig wie die Symptome sind auch die Therapieansätze der diversen anderen Krankheitsbilder des Rheumatismus, es sind mehr als 240 verschiedene Formen der rheumatischen Erkrankung bekannt. Unter maßgeblicher Mitarbeit eines Rheumatologen der Med Uni Graz entstand nun erstmals eine international anerkannte Richtlinie mit umfassenden Empfehlungen zur Vereinheitlichung unterschiedlicher Therapieformen im Kampf gegen die Polymyalgie, eine der häufigsten Formen des Rheumatismus, welche global Gültigkeit besitzt und sowohl vom Hausarzt als auch der Fachexpertin angewandt werden kann.


Polymyalgia rheumatica: Entzündliche Muskelerkrankung  

Von Rheumatismus - darunter werden alle schmerzhaften Erkrankungen im Bewegungsapparat zusammengefasst - können neben älteren Menschen auch bereits junge Erwachsene und sogar Kinder betroffen sein. In Mitteleuropa ist bereits jeder Fünfte ein Rheumapatient, in Österreich rund zwei Millionen, wodurch man mittlerweile von einer Volkskrankheit sprechen kann. „Polymyalgia rheumatica (PMR) ist die zweithäufigste entzündliche Rheumaerkrankung des höheren Lebensalters und verursacht bei den Betroffenen massive Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Unter Umständen kann es auch zu Entzündungen der großen Gefäße kommen“, beschreibt Assoz.-Prof. PD Dr. https://ris.medunigraz.at/de/persons/6803b08f-3819-49f6-82b9-44c13dbbfa87\" target=\"_blank\">Christian Dejaco, PhD, Klinische Abteilung für Rheumatologie und Immunologie, Med Uni Graz. Bis dato gab es keine Leitlinien zur einheitlichen Behandlung der PMR, wodurch die einzelnen Therapieschemata in der klinischen Praxis enorm variieren. Durch die federführende Rolle des Grazer Rheumatologen Christian Dejaco, konnten nun erstmals international anerkannte Richtlinien für die Behandlung der PMR präsentiert werden. Der vorgestellte Katalog wird von den großen Fachgesellschaften – der Europäischen und Amerikanischen Rheumaliga – mitgetragen. Gleichzeitig veröffentlichten die renommierten Fachzeitschriften „Annals auf Rheumatic Diseases“ und „Arthritis & Rheumatology“ die aktuellen Richtlinien.


Meist sind es über 60-Jährige, die am entzündlichen Weichteilrheumatismus erkranken, wobei Frauen etwas häufiger betroffen sind als Männer. Die Ursache der Erkrankung ist weitgehend noch unbekannt, es wird jedoch eine Autoimmunerkrankung vermutet. Krankheitsverlauf und Therapierfolg können sich bei gleicher Diagnose von PatientIn zu PatientIn deutlich unterscheiden. Bisher gab es keine Einigkeit darüber, wie die Behandlung dieser Erkrankung erfolgen soll und so variieren die Therapieschemata in der klinischen Praxis enorm.


Therapie: Neue Richtlinien für die Behandlung des Rheumatismus  

Im Rahmen eines 3-jährigen internationalen Forschungsprojekts ging es in einem ersten wichtigen Schritt um die Analyse und Zusammenfassung sämtlicher publizierter Studien zum entzündlichen Weichteilrheumatismus. Danach entwickelten ExpertInnen aus allen Kontinenten unter der Moderation von Prof. Dejaco, Prof. Matteson, USA und Prof. Dasgupta, England gemeinsame Empfehlungen für die Behandlung der Erkrankung. „Die neuen Therapieempfehlungen beschäftigen sich mit allgemeinen Prinzipien der Therapie, so geht es vor allem um die Sicherung der Diagnose, empfohlene Untersuchungen vor Beginn der Therapie, Erstellung eines individualisierten Therapieplans, Zuweisung zu Experten und Verlaufskontrollen“, berichtet Christian Dejaco. In den spezifischen Empfehlungen wird auch auf die oftmals gewählte Kortisonbehandlung und die Bedeutung von anderen immunsuppressiven Medikamenten eingegangen.


Die Empfehlungen wurden so formuliert, dass sie globale Gültigkeit haben und sowohl in der Allgemeinmedizin als auch in den spezifischen medizinischen Fachbereichen Anwendung finden können. Durch die Etablierung dieser Richtlinien erhoffen sich Christian Dejaco und seine Arbeitsgruppe eine deutliche Verbesserung der Behandlung dieser oftmals verkannten Erkrankung. Die neuen Richtlinien werden in Österreich erstmals diese Woche im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM) in Salzburg präsentiert.


Weitere Informationen
Assoz.-Prof. PD Dr. Christian Dejaco, PhD
Klinische Abteilung für Rheumatologie und Immunologie
Universitätsklinik für Innere Medizin
Medizinische Universität Graz
Tel.: +43-316-385-81144
christian.dejaco@medunigraz.at  

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/art.39333/epdf\">http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/art.39333/epdf


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